# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1857_S365 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 365 — Crow Wing. Unter ſchwierigen Verhältniſſen in einer von der Civiliſation noch fern gelegenen Gegend hat er, zeitweilig in der Sprache durch das Dolmetſcher⸗Amt des Jünglings Heinrich Crämer unterſtützt, die erſten Vorbereitungen zu einem Miſſionspoſten getroffen. Da Miſſionar Mießler den Rabbit⸗Lake Indianern verſprochen hatte, daß der Miſſionar unter ſie ziehen werde, da aber auch noch mehrere andere Indianer⸗Banden den Miſſionar erſuchten, unter ihnen zu wohnen, ſo hält es der Miſſionar Clöter für das Gerathenſte, unabhängig von allen Unterſtützungen der Regierung eine von der Liebe unſerer Gemeinden allein unterhaltene Miſſions⸗ ſtation auf Governments⸗Land zu gründen. Er hat auch einen Platz aus⸗ erſehen, der von St. Paul aus leicht zugänglich und im Mittelpunkte aller Chippewa⸗Indianer Minneſota's, die nicht nach Hunderten, ſondern noch nach Tauſenden zu zählen ſind, gelegen iſt. Dieſer Platz liegt am Miſſiſſippi und hat gutes Ackerland und es wäre nothwendig, daß dort von Seiten der Synode ein Stück Land erworben würde, worauf eine Miſ⸗ ſionsfarm angelegt werden könnte. Andererſeits ſcheint es durchaus noth⸗ wendig, daß dem Miſſionar Clöter ein oder zwei Helfer beigegeben werden, die ihm die äußeren Geſchäfte abnehmen und bei der Errichtung der Gebäude und der Farm hilfreiche Hand leiſten könnten. Wer ſollten dieſe Männer ſein? Miſſionar Clöter und der Unterzeichnete denken an Herrn Th. Eiß⸗ feldt, wenn er zu haben wäre, da dieſer Mann in früheren Jahren gezeigt hat, daß er Liebe für die Indianer und Aufopferungsfreudigkeit für ſie be⸗ ſitzt. Gott wolle ihn uns zuführen, und auch andere junge Leute erwecken, daß ſie gern mit ihren Kräften der Miſſion dienen. Nach Errichtung der erſten Gebäude wäre beſonders darauf Bedacht zu nehmen, daß die Lehr⸗ kräfte vermehrt würden, da von einer tüchtigen Schule das Meiſte zu hoffen ſcheint; denn über das erwachſene Geſchlecht hat der Branntwein eine ſolche Macht erlangt, daß die Berichte darüber uns ſchaudern machen. — Was endlich den Jüngling Heinrich Crämer betrifft, ſo möchten wir gern darauf denken, ihn ſeinem Studium in Fort Wayne zurückzugeben, doch iſt er uns zur Zeit als Dolmetſcher des Miſſionars Clöter noch unentbehrlich. Die hochwürdige Synode erſieht aus dem Obigen, wie groß die Anfor⸗ derungen ſind, die an die Miſſionscaſſe in dieſem Augenblicke gemacht werden. Nicht allein die Station Bethanien ſoll erhalten und mit Liebe gepflegt, ja durch die Berufung eines eigenen Schullehrers erweitert werden, ſondern eine neue, die bisher nur vorbereitet wurde, ſoll gegründet werden. In Bezug auf Vermehrung der Lehrkräfte der Letzteren hat das Miſſionscollegium zu Leipzig uns eine Aushülfe zugeſagt und einer der dort gebildeten Miſ⸗ ſionare, Rohrlack, iſt wahrſcheinlich ſchon auf der Reiſe, um in Bethanien die Chippewa⸗Nation und ihre Sprache kennen zu lernen und dann in den Miſſionsdienſt einzutreten. — Wir haben es gewagt, die Leipziger Freunde zu bitten, ſeine perſönliche Unterhaltung noch länger zu übernehmen. Für die fernere Zukunft gibt uns der HErr die Hoffnung, daß wir junge Männer zum Miſſionsdienſte bekommen werden, die der Indianer⸗ ſprache mächtig ſind. Außer Heinrich Crämer ſtudirt gegenwärtig ſeit einem Jahre ein Indianerknabe Philipp Muſhuk in Fort Wayne und ein anderer, Namens Paulus, iſt ihm jetzt nach Fort Wayne nachgefolgt. Der HErr wolle dieſe und andere junge Männer in ihren Studien ſegnen, damit ſie für den Dienſt der Kirche tüchtig werden. Und nun noch einmal, geehrte Brüder, bedenken Sie die herrliche Ge⸗ legenheit, welche der HErr uns darbietet, im Herzen des Indianerlandes