# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1854_S291 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 291 — Die von der Miſſionscommiſſion angedeutete und von der reſp. Com⸗ mittee vorgeſchlagene Beſuchsreiſe zu den Chippewa⸗Indianern in Minne⸗ ſota und die für den Fall eines günſtigen Erfolgs empfohlene Gründung einer Miſſionsſtation unter denſelben, wurde einſtweilen aufgeſchoben. Möge denn der treue Gott unſre geringe und doch ſo wichtige Arbeit unter unſern rothen Brüdern auch fernerhin fördern und mit Seinem reichen Segen krönen! — Die Tenneſſee⸗Synode. Die Ehrwürdige Evang.⸗Lutheriſche Tenneſſee⸗Synode hatte den Herrn Paſtor J. R. Moſer zu ihrem Delegaten an die unſrige zu unſrer diesjäh⸗ rigen Synodal⸗Verſammlung beſtellt. Derſelbe war aber leider durch häus⸗ liche Umſtände an der Ausführung ſeines Auftrags verhindert worden, — hatte dies in einem Schreiben vom 5. Juni d. J. unſrer Synode mit herz⸗ lichem Bedauern angezeigt, und zugleich die brüderliche Liebe und Geſinnung der Glieder jener Synode gegen die unſrige darin ausgeſprochen, nebſt der dringenden Bitte an uns, Delegaten zu ihrer nächſtens, am Sonnabend vor dem erſten Sonntag im November d. J. in der St. Peterskirche im Lexing⸗ ton Diſtrict, S. C., ſich verſammelnden Synode zu ſenden, um eine innige brüderliche Vereinigung mit einander anzuknüpfen. — Unſere Synode hatte bereits voriges Jahr eine Delegation an die Ehrw. Tenneſſee⸗Synode be⸗ ſchloſſen und Brüder aus unſrer Mitte dazu ernannt. Um ſo williger und wärmer nahm ſie daher jene Zuſchrift, wenn auch mit herzlichem Bedauern, daß es dem Ehrw. Bruder nicht möglich geweſen, perſönlich in unſerer Mitte zu erſcheinen, und die Berathung dieſes Gegenſtandes wieder auf; und faßte aufs Neue den Beſchluß, einen Delegaten an jene Synode zu ſenden. Sie beſtimmte dazu den Paſtor Brohm von New York, unſern jetzigen allgemeinen Vicepräſes, und für den Fall, daß derſelbe je daran verhindert würde, ertheilte ſie dem Präſes Auftrag, einen andern Mann an deſſen Statt zu beſtellen. Conferenz⸗Protokolle und Gemeinde⸗Ordnungen. Den eingereichten Conferenz⸗Protokollen und Gemeinde⸗Ordnungen konnte leider auch dieſes Mal nicht die nöthige Zeit und Sorgfalt zugewendet werden, da andere durchaus zu erledigende Gegenſtände der Berathung die⸗ ſelbe zu ſehr in Anſpruch nahmen. Zwar waren jene Protokolle und Ord⸗ nungen gewiſſen Committeen zur Prüfung und Berichterſtattung übergeben worden, die ſich auch ihres Auftrags entledigt hatten. Doch konnte die Synode nur den Bericht über einige Gemeinde⸗Ordnungen in ihre öffentliche Berathung aufnehmen, und mußte das Uebrige den durch die Theilung der Synode ſich bildenden reſp. Diſtrictsſynoden zur Berathung und Erledigung bei ihren nächſten Verſammlungen zuweiſen. Auch manche andere ſchriftliche Eingaben und Anfragen mußten aus Mangel an Zeit den reſp. Diſtricts⸗ Synoden und Prediger⸗Conferenzen überlaſſen werden. — Unter den Vor⸗ theilen, die aus der Theilung der Synode in vier Diſtrictsſynoden unter Gottes Beiſtand und Segen erwachſen werden, wird eben die Theilung der Arbeit und Geſchäfte, und daher eine ſorgfältigere Berathung und ſchnellere Erledigung der Gegenſtände nicht der geringſte ſein.