# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1854_S290 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 290 — Heidenmiſſion Bedacht zu nehmen, da nach dem Abgang des ehemaligen Miſſionars Auch vom Miſſionsdienſte, und weil auch der Miſſionsgehülfe Röder ſeine Stellung als ſolcher nur zeitweilig übernommen, und, ſobald es ohne Nachtheil für die Heidenmiſſion geſchehen könne, für eine deutſche Ge⸗ meinde verwendet zu werden wünſche, unſre eigentlichen Miſſions⸗Lehrkräfte, auf die wir in Zukunft rechnen könnten, ſich auf den Miſſionar Mießler und den jugendlichen Heinrich Crämer beſchränkten; auf letztern in Hoffnung, da er freilich der indianiſchen Umgangsſprache wie ſeiner Mutterſprache voll⸗ kommen mächtig, aber noch zu jung und nicht theologiſch gebildet ſei. — Die Commiſſion räth ſodann zum Verkauf des Miſſionsbeſitzes zu Shebah⸗ yonk, welcher aus einem Framehauſe, etwa 380 Dollars werth, einer Block⸗ kirche und einem Blockſtalle, und 40 Ackern Land, faſt zur Hälfte geklärt, beſtehe. — Zu Bethanien ſei ein Schulhaus nothwendig geworden, und zur Erbauung desſelben etwa die Summe von 120 Dollars erforderlich. — Die Commiſſion macht auch darauf aufmerkſam, daß für das Miſſionseigenthum im Ganzen noch kein richtiger Beſitztitel vorhanden ſei, weshalb ein ſolcher in nächſter Zukunft herzuſtellen ſei. — Sie dankt ſchließlich Gott dem HErrn, daß Er die Arbeit Seiner Knechte auf dem Miſſionsfelde ſo unverdient geſegnet und die Herzen der Synodalglieder je mehr und mehr für die Heidenmiſſion erwärmt habe. Sie gedenkt auch noch mit beſonderm Danke der Frauen und Jungfrauen, die durch beſondere Nähvereine die Blöße der Heiden be⸗ deckt haben; bemerkt jedoch dabei, daß durch die Freigebigkeit der verſchiedenen Vereine ſich ſo viele Kleidungsſtücke angeſammelt hätten, daß das muthmaß⸗ liche Bedürfniß der Indianer für die nächſten zwei Jahre vollſtändig gedeckt ſein werde. Es erſcheine daher zweckmäßig, daß die reſp. Nähvereine künftig ihre Arbeiten verkauften und das Geld dafür in die Miſſionscaſſe einlieferten. Doch wolle die Commiſſion nicht unerwähnt laſſen, wie willkommen für die Miſſionsfamilien Geſchenke an Betten, Bettwäſche, Tiſch⸗ und Handtüchern, ſo wie an wollenen und baumwollenen Decken ſein würden, da bekanntlich auch Kinder und Zöglinge mit dergleichen verſorgt werden müßten. Endlich gibt die Commiſſion noch den Etat der Bedürfniſſe der Station Bethanien für das nächſte Halbjahr, deſſen Summe, mit Einſchluß des Schulhausbaus, 565 Dollars beträgt. — Die Geſammteinnahme der Miſſionscaſſe im Jahr 1853—54 betrug 2252 Dollars 15 Cents; die Geſammtausgabe 2171 Dol⸗ lars und 7 Cents; alſo dermaliger Caſſenbeſtand 81 Dollars und 8 Cents. Auf Antrag der zur Prüfung des obigen Miſſionsberichts ernannten Committee beſchloß die Synode unter Anderm Folgendes: 1. die Bitte der Miſſionscommiſſion um fernere Beiträge an die Miſ⸗ ſionscaſſe zum Landankauf für die noch nicht mit Land verſehenen Indianer zu Bethanien und für zu erwartende Verwandte derſelben den in ihrem Ver⸗ bande oder mit ihr in Verbindung ſtehenden Gemeinden zur Beherzigung zu empfehlen; 2. ebenſo die Bitte der Commiſſion um Vorſorge zur Vermehrung der Miſſionslehrkräfte durch Sendung fähiger Knaben nach der Station Bethanien zur Vorbereitung auf den Miſſionsdienſt zu beachten und zu empfehlen; 3. die Verwerthung des Beſitzes auf der ehemaligen Miſſionsſtation Shebahyonk zum geringſten Preiſe anzuordnen; 4. den Vorſchlag der Commiſſion zur Erbauung eines Schulhauſes zu Bethanien zu genehmigen; und endlich 5. für die Incorporation des Miſſionseigenthums Vorſorge zu treffen.