# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1854_S289 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 289 — göttlichen Worts verſorgt werden könnten, aus. Leider aber iſt es, trotz der anfänglichen großen Willigkeit nicht nur der Bethanier, ihre rothen Brüder von Shebahyonk bei ſich aufzunehmen, ſondern auch dieſer letztern ſelbſt, zu jenen nach Bethanien zu wandern, dem Satan gelungen, die Shebahyonker ſo mit Argwohn und Mißtrauen gegen ihren eigenen treuen Lehrer und väter⸗ lichen Freund, den bisherigen Miſſionar Auch, zu erfüllen, daß ſie ſich ſpäter nicht nur geweigert haben, ihren Wohnplatz zu Shebahyonk mit dem von Bethanien zu vertauſchen, ſondern daß ſie auch, trotz der liebreichſten, nach⸗ haltigſten Ermahnungen von Seiten der Miſſionare Auch und Mießler, ganz vom Chriſtenthum ab⸗ und in ihr früheres Heidenthum zurückgefallen ſind! — Auf die Gemeinde in Bethanien hat dieſer Abfall der Shebahyonker, Gott Lob! keinen verderblichen Einfluß geübt; — ſie haben ſich nur um ſo feſter und treuer um das Wort Gottes geſchaart. — Mehre der dort bisher noch wohnenden Heiden haben ſich im Laufe des Jahrs gründlich zum Chriſten⸗ thum bekehrt. — Das freigebige Schenken von Lebensmitteln und andern Bedürfniſſen auch an Familien, welche Gott auf ihre ehrliche Arbeit ange⸗ wieſen hat, konnten und wollten die Miſſionare nicht fortſetzen. — Dagegen iſt unſre Synode ſehr bereit geweſen, den Indianern, mit Aufgebung ihres eigentlichen Jagd⸗ und Fiſcherlebens, zur Erwerbung eines kleinen Grund⸗ eigenthums behülflich zu ſein, damit ſie als fleißige Ackerbauer doch ihr eigen Brod eſſen können; indem die Commiſſion aus den dazu eingegangenen Gaben eine ziemliche Strecke guten Baulandes angekauft und in Stücken von 30 bis 40 Acker an die einzelnen Familien ausgetheilt hat, — wie den Leſern des „Lutheraners“ bereits bekannt iſt. Doch iſt nach dem vorliegen⸗ den Bericht noch ein anſehnliches Stück Landes nöthig, um allen Familien ihren verſprochenen Antheil zukommen zu laſſen; zumal da mehre am Maple⸗ fluß wohnende heidniſche Indianer jetzt nach Bethanien ziehen, um daſelbſt den Segen der Predigt göttlichen Worts zu genießen. Die Commiſſion bittet deshalb um fernere Beiträge an die Miſſionscaſſe zu dieſem Behuf. — Bit⸗ tere Klage führt der Bericht über die unchriſtlichen Bemühungen der Metho⸗ diſten, die bekehrten Indianer von unſrer reinen und lautern Lehre abfällig zu machen und die Kirche Gottes in Bethanien zu zerſtören; obwohl dieſe teufliſchen Verſuche immer geringern Erfolg haben, und nur zur feſtern Be⸗ gründung der wahren Chriſten unter den Indianern ausſchlagen. — Der Indianerjüngling Johannes, der voriges Jahr ſo fröhliche Hoffnung erweckte, daß er ſich zu einem Lehrer ſeines Volks werde ausbilden laſſen, iſt von die⸗ ſem Plane wieder zurückgetreten, weil ſeine Mutter meint ihn nicht entbehren zu können. Ueberhaupt gibt die Commiſſion nur geringe Hoffnung, daß fürs Erſte tüchtige Miſſionare aus den Indianern ſelbſt ſich würden heran⸗ bilden laſſen. Sie wünſcht deshalb, daß Eltern fähiger Knaben von 10 bis 12 Jahren unter uns dieſe zur Ausbildung für den Miſſionsdienſt beſtimmen und nach Bethanien ſchicken möchten, damit ſie daſelbſt, unter Aufſicht und Leitung der Miſſionare, etwa 4 bis 5 Jahre lang, im Umgange mit den Indianerkindern deren Sprache gründlich erlernten, und nachdem ſie hierauf in St. Louis oder Fort Wayne ihre fernere theologiſche Ausbildung erlangt, ohne Dolmetſcher das Evangelium unter den Chippewa⸗Indianern verkün⸗ digen könnten. Die Commiſſion glaubt ferner, da unſer jetziges Miſſions⸗ feld nur klein ſei, mit dem Wachsthum unſrer Kräfte an die Erweiterung desſelben denken zu müſſen, und weiſ't dabei, ſtatt nach Oregon oder Cali⸗ fornien, auf die Chippewa⸗Indianer in Minneſota hin, welche dieſelbe Sprache, wie die Bethanier reden. — Zugleich erkennt ſie es als eine doppelte Pflicht, auf eine möglichſt ſchnelle Vermehrung unſrer Lehrkräfte in der