# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1856_S351 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vermischte kirchliche Nachrichten. 351 Schapp. Diese stattete zuerst ihren Bericht ab, welcher angenommen wurde. Diese Committee empfiehlt, daß folgende Punkte der östlichen und westlichen Synode zur Annahme empfohlen werde: Die dreijährige Convention in eine dreijährige Generalsynode zu verwandeln, bestehend aus der verfassungsmäßigen Anzahl Delegaten von allen Classen in der östlichen und westlichen Synode, und daß sie bevollmächtigt sei, alle regelmäßigen Synodalverhandlungen zu verrichten, ohne jedoch eine höhere Gerichtsbarkeit zu bilden, sondern blos alle drei Jahre die Stelle beider Synoden zu vertreten, mit der Absicht, dadurch eine nähere Vereinigung und vermehrte Eintracht zwischen den verschiedenen Theilen der Kirche zu befördern und somit den löblichen Zweck der dreijährigen Convention mit besserem Erfolg zu erreichen. Wurzel der Reformirten Lehre. In der schweizerischen Predigerversammlung, die dieses Jahr am 5. und 6. August in Schaffhausen abgehalten wurde, erklärte Prof. Riggenbach von Basel: „daß bei aller Achtung und Anerkennung, die wir für unsere luth. Brüder hegen, wir uns doch sollen bewußt sein der Berechtigung, mit der wir auf dem Grunde unseres Glaubens stehen. Es hat die von uns eingenommene Stellung wesentlich mit ihre Wurzel in dem Volkscharakter der Schweizer und derselbe bedarf nur der Läuterung und Heiligung durch die Gnade von Oben. Dem Schweizer ist eigenthümlich eine praktische Verständigkeit, und sein Sinn ist nicht entwickelt für die Mystik, die Hingebung des Gemüths an das geheimnißvoll Gegenwärtige.“ — Wahr, aber traurig genug, daß man dies nur läutern und heiligen, nicht durch die Gnade überwinden will. Jena. Als sich am 25. Juni dieses Jahres die Theilnehmer an der luth. Missionsfestfeier zu Leipzig zu einem gemeinsamen Mittagsmahl vereinigt hatten, machte, so erzählt das ev.-luth. Missions-Blatt, Hr. D. Ahlfeld eine demüthigende Mittheilung. „Gestern, so hieß es, sei Johannisfest gewesen; das Evangelium erzähle, wie Zacharias wieder reden gelernt habe, als er glaubensgehorsam wurde. Heute, als am 25. Juni, sei der Tag, an welchem unsere Väter richtig reden gelernt hätten, in der Uebergabe der Augsb. Confession. Daran erinnere er zuvörderst, und wie sehe es nun aus? Als er neulich vom Rudolstädter Missionsfest zurückgekehrt sei, habe ihm Jemand, dem er Glauben schenken müsse, Folgendes erzählt. Im J. 1858 bestehe die Universität Jena bekanntlich 300 Jahre. Man habe nun an eine angemessene Jubiläumsfeier gedacht: es solle namentlich eine Geschichte der Universität Jena geschrieben werden. Der Prof. der Geschichte N. N., an den man sich gewandt, habe es von der Hand gewiesen, weil die Geschichte der Universität zu wesentlich theologisch sei. Nun habe man sich an einen dortigen Prof. der Theologie gewandt; der habe es auch von der Hand gewiesen und ebenso ein zweiter. Endlich habe sich denn ein katholischer (!) Professor dazu bereit finden lassen — unter der Bedingung, daß er in der theologischen Parthie von einem protestantischen Collegen unterstützt würde. Also unsere alten Lehrer, ein Johann Gerhard, die müssen es sich nun noch gefallen lassen, in römische Hände zu gerathen. Diese Schmach, die uns mittreffe, sei wohl geeignet uns zu demüthigen, und wir wollten allesammt nicht vergessen zu bitten, daß der HErr denen, die darüber zu verfügen hätten, noch zur rechten Zeit das Herz lenke, auf daß der rechte Mann für diese Arbeit gefunden und also diese Schmach vom Gedächtniß unserer glaubenstreuen Väter und von der gesammten luth. Kirche abgewendet werde.“ Leipziger lutherische Missionsanstalt. In dieser Anstalt befinden sich gegenwärtig außer neun Zöglingen fünf Missionscandidaten, welche im nächsten Jahre nach Ostindien gehen werden. Die letzteren sind: Aus Baiern Candidat Stählin, der bereits Pfarrvicar gewesen ist, und Candidat Kelber; aus Schweden Candidat Ryden und Magister Bloomstrand, früher Docent der Theologie in Lund; aus Hannover Candidat Wendlandt, früher Conrector in Uelzen. Lauenburg. Aus einem Bericht, welchen Missionar Ochs über eine Missionsreise öffentlich gehalten hatte, theilt das ev.⸗luth. Missionsblatt u. A. Folgendes mit: „Das Ländchen Lauenburg stellte er wegen des einigen Sinnes seiner 32 Pastoren (unter Su⸗