# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S271 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 271 — Geſellſchaften keine Pflanzen ſind, die Gott gepflanzt hat; er zieht am frem⸗ den Joch mit den Ungläubigen, denn dieſe geheimen Geſellſchaften beſtehen aus allerlei Volk, Juden und Heiden, Gleichgültigen und Läſterern. Wir Chriſtenleute haben ſchon genug zu thun, uns gegen die Verführung zu wehren, welche an uns kommt unterm weltlichen Regimente; wir würden ja Gott arg verſuchen, wenn wir uns ohne Gottes Befehl mit den Ungläubigen zuſammenthäten. 4) Matth. 5, 33—37. verbietet uns zu ſchwören bei irgend einem Ge⸗ ſchöpf Gottes oder Ding überhaupt; wer aber zu den Odd Fellows und an⸗ dern geheimen Geſellſchaften tritt, muß bei ſeiner Ehre verſprechen, die Ge⸗ heimniſſe des Ordens zu bewahren, handelt alſo wider Gottes Wort. Dazu kommt, daß dieſe geheimen Geſellſchaften ſich mit der Bibel herumtragen und allerlei gottesdienſtliche Gebräuche beobachten, welche ein greulicher Götzendienſt ſind, weil nimmermehr der Gott und Vater unſeres HErrn IEſu Chriſti von einer Gemeinſchaft angebetet werden kann, welche aus Juden und Heiden aller Art beſteht. So wird das heilige erſte und zweite Gebot von den Mitgliedern geheimer Geſellſchaften übertreten. 5) Matth. 6, 25—34. wird von jedem übertreten, welcher ſich zu den geheimen Geſellſchaften thut, denn damit, daß er um der Unterſtützung willen die Gemeinſchaft mit den Ungläubigen nicht ſcheut, erklärt er, daß nicht Gott ſein und der Seinen Verſorger ſei in Noth und Tod, ſondern menſchliche Gemeinſchaften und deren Mammon. Welcher Chriſt wollte ſich ſo ſchwer verſündigen am heiligen erſten Gebote? Dieſe Lehren des Wortes Gottes, zu welchen ſich noch viel andere hin⸗ zufügen ließen, bezeugen, daß wer zu den Odd Fellows oder anderen gehei⸗ men Logen tritt oder ſich dazu hält, er mag nun in die regelmäßigen Ver⸗ ſammlungen gehen oder nicht, Gott, unſern hochgelobten Heiland, verleugnet und Gottes Wort mit Füßen tritt. Daher warnt die Synode alle ihre Glieder und alle Chriſtenleute überhaupt, namentlich auch die eben ein⸗ wandernden lieben Glaubensgenoſſen vor jenen geheimen Geſellſchaften, und ſetzt voraus, als ſich von ſelbſt verſtehend, daß in den chriſtlichen Gemein⸗ den gegen diejenigen, welche in der Gemeinſchaft jener geheimen Geſell⸗ ſchaften erfunden werden ſollten, nach der Vorſchrift des HErrn Matth. 18, 15. ff. verfahren werde. Zugleich aber richtet die Synode an alle ihre Glieder und die chriſtlichen Gemeinden überhaupt die herzliche Bitte, doch in ihrer Gemeinſchaft für eine chriſtliche Armen⸗ und Krankenpflege nach dem Vorbilde der alten chriſtlichen Gemeinde zu ſorgen und auf die Weiſe ihren Gliedern den Kampf gegen die weit und immer weiter um ſich greifende Ver⸗ führung der geheimen Geſellſchaften zu erleichtern. Beſel'ſches Pamphlet von der „Kleinen⸗Taufe“. Die Synode hat ſich zu ihrem Bedauern überzeugen müſſen, daß das Schriftchen des Herrn Paſtor Beſel über die Kindertaufe, das ihr zu Han⸗ den gekommen iſt, nach Styl, Inhalt und Darſtellung nicht alſo gerathen, daß ſie ſich dazu bekennen könnte. Es thut ihr leid, daß Herr Paſtor Beſel dasſelbe, ohne auch nur einen der erfahrenen Brüder darüber zu Rathe zu ziehen, ſo eilig in den Druck hat ergehen laſſen, und ſie muß ernſtlich wün⸗ ſchen, daß doch ja alle diejenigen Brüder, die ſich zu ſchriftſtelleriſchen Leiſtun⸗ gen nicht tüchtig wiſſen, ſie nicht in die Verlegenheit ſetzen möchten, am Ende öffentlich erklären zu müſſen, daß ſie ſich zu ihren ſchriftſtelleriſchen Verſuchen nicht bekenne.