# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S267 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 267 — welchem auch die Lehrſäle ſich befinden, hinlänglich Raum. Die Herren Profeſſoren nehmen nun den erſtgebauten Flügel des Gebäudes zu ihrer Wohnung ein. Herr Paſtor Schieferdecker überreichte auch die Incorporationsakte des Concordia⸗Colleges, welche zum Archiv genommen wurde. Nach der Rechnung der College⸗Bau⸗Caſſe betrug die Einnahme . . . . . . . . . . . . $3557.81½ Und die Ausgabe . . . . . . . . . . 3548.90 So daß Kaſſenbeſtand verblieben . . $8.91½ Auf Antrag des Herrn Prof. Biewend wurden noch folgende Beſchlüſſe in Bezug auf das Seminar paſſirt: a. Die beiden Flügel des College⸗ Gebäudes in St. Louis ſollen mit Blitzableitern verſehen werden; b. wenn möglich, ſoll eine beſtimmte Summe zur Anſchaffung eines Naturalien⸗ Cabinets und phyſikaliſchen und chemiſchen Apparats ausgeſetzt, wenn nicht möglich, in den Gemeinden der Verſuch gemacht werden, von Freunden dieſer Wiſſenſchaft mehrere und größere Beiträge zu erhalten. Errichtung eines engliſchen Colleges in Fort Wayne, Ind. Auf der letzten Synode wurde Herr Paſtor F. W. Husmann und Herr Piepenbrink beauftragt, mit den Einwohnern zu Fort Wayne, namentlich dem einflußreichen engliſchen Theile derſelben, wegen Errichtung einer eng⸗ liſchen Lehranſtalt Rückſprache zu nehmen, und berichten nun, daß ſie Herrn Prof. Biewend, ſowie die Fort Wayner Predigerconferenz zu Rathe gezogen und ſich überzeugt hätten, daß ſtatt eines eigentlichen vollſtändigen Colleges eine gute Akademie dem gegenwärtigen Bedürfniſſe und den muthmaßlich zu erlangenden Geldmitteln wohl eher entſprechen würde, daß ſie einen Plan zu einer ſolchen Akademie entworfen und Herrn Rudiſill mit der Bitte überreicht hätten, auf Grund deſſelben die Sache mit den betreffenden engliſch⸗redenden Bürgern Fort Wayne's zu beſprechen. Herr Rudiſill brachte jedoch die Antwort, daß die Presbyterianer eine ſolche Anſtalt bereits in Angriff genommen, ſich in dieſer Sache wohl mit uns vereinigen, uns aber wenig unterſtützen würden, wenn die Anſtalt unter der Leitung unſe⸗ rer Synode allein ſtände. Auf dieſe Vorſchläge hätten ſie ſich nicht ein⸗ gelaſſen und bäten die Synode, den Plan nicht fallen zu laſſen, weil ein leb⸗ haftes Intereſſe nicht nur der deutſch⸗lutheriſchen, ſondern auch der engliſch⸗ lutheriſchen Bewohner Fort Wayne's ſich gezeigt habe; man möchte ihnen, den Herrn Berichterſtattern, noch einige Männer zur Seite geben; das „Ob“ und „Wie“ der Errichtung dieſer Anſtalt wollten ſie dem Urtheile der Sy⸗ node anheimſtellen. „Ob“ eine engliſche Lehranſtalt nothwendig, der lutheriſchen Kirche im Allgemeinen und unſerer Synode im Beſondern von Nutzen ſein werde, be⸗ darf wohl keiner Beweiſe. Die Erfahrung lehrt's, daß ungeachtet aller Mühe, die deutſche Sprache vorherrſchend zu erhalten, die Kinder doch die engliſche Sprache vorziehen, ſo daß es faſt gewiß iſt, daß die zweite oder dritte Generation der deutſchen Sprache und mit ihr, in Ermanglung ge⸗ eigneter Anſtalten, dem reinen Bekenntniſſe entfremdet werden wird. Daß aber bei reinem Bekenntniſſe in engliſcher Sprache auch die folgenden Gene⸗ rationen der lutheriſchen Kirche werden erhalten werden können, beweiſ't die jetzige Stellung der Tenneſſee⸗Synode. Daher dürfte es Pflicht für uns