# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S264 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 264 — 1. Den Herrn Miſſionar Mießler an die Stelle des Herrn Miſſionar Baierlein in Bethanien zu ordiniren (durch den Präſes, der dorthin zu reiſen, nach der Synode) und Herrn Miſſionar Röder ihm zum Gehülfen zuzuordnen. 2. Daß Herr Paſtor Baierlein in Gemeinſchaft mit Hrn. J. H. Berg⸗ mann nach erhaltener Inſtruction durch Ankauf von 3—400 Acker Land zu beiden Seiten des Fluſſes die Station Bethanien vergrößere und zwar bald⸗ möglichſt, damit die bekehrten Indianer dort von den Amerikanern nicht ein⸗ geengt und zum Auswandern gewungen werden können. Das zum Ankauf des Landes nöthige Geld von circa 5—600 Dollars ſoll durch Collecten zu⸗ ſammengebracht und das von zahlungsfähigen Indianern für die ihnen zu überlaſſenden Antheile ſpäter zu zahlende Kaufgebot zur Miſſions⸗Caſſe vereinnahmt werden. 3. Damit die Miſſionsſtationen mit ihren Leitern beſſer berathen werden können, ſoll hinfort die Miſſions⸗Commiſſion aus Gliedern beſtehen, welche in Michigan wohnen. 4. Herr Paſtor Baierlein hat eine Chronik über Bethanien geſchrieben, die ſoll in dem „Lutheraner“ abgedruckt werden zur Kenntnißnahme der Leſer. Mehr ins Einzelne gehende Miſſionsberichte ſind von dem Präſes der Miſſions⸗Commiſſion von Zeit zu Zeit nach Deutſchland und an den „Lutheraner“ zu ſenden. 5. Die Miſſionare haben mit Fleiß die Indianerſprache zu ſtudiren, und mit Weisheit, vielleicht durch Vermittelung der chriſtlichen Indianer, dahin zu wirken, daß die Sheboyangk Indianer nach Bethanien überſiedeln. 6. Der Miſſionszögling Johannes wird den Miſſionaren zur Vor⸗ bereitung zum Miſſionswerke unter ſeinem Volke empfohlen. Den Herren Miſſionaren, namentlich Herrn Paſtor Baierlein, wird für ihren Eifer im Werke des HErrn gedankt. Die Caſſen⸗Berichte ſind dem Synodal⸗Caſſirer zur genauen Prüfung übergeben worden. Anmerkung. — Der vom Präſes der Miſſions⸗Commiſſion ein⸗ geſandte ausführliche Bericht über dieſe vorliegende Angelegenheit ſoll im „Lutheraner“ veröffentlicht werden. Colporteur. Seit dem Herbſt v. J. bereiſ't Herr Pfau ausſchließlich den Staat Wisconſin, den er, nach Vollendung ſeiner gegenwärtigen Reiſe, nun wohl nach den verſchiedenſten Richtungen hin durchzogen hat. Daß ihm zunächſt Wisconſin als das Feld ſeiner beginnenden Thätigkeit angewieſen wurde, darf uns nicht gereuen; denn nicht nur iſt gerade die deutſche Einwande⸗ rung in dieſem Staate überaus groß und macht ſich ihr Einfluß auf das öffentliche Leben bereits ſchon ſehr geltend, ſondern es hat vornehmlich un⸗ ſere Kirche eine Zukunft an den Maſſen preußiſcher Lutheraner, die bereits von Milwaukee aus beginnen, nach Weſt und Nord dieſen Staat zu be⸗ wohnen. Zwar bieten dieſe dermalen noch in Folge alter und neuer Strei⸗ tigkeiten das Bild der jämmerlichſten Zerriſſenheit dar, gleichwohl können ſie noch ein treffliches Material zum Aufbau der Kirche werden, wenn unter ihnen die geſunde heilſame Lehre je länger je mehr gepredigt und die rechte geſunde evangeliſche Praxis geübt wird. Die gemachten Erfahrungen ſeit der Zeit, da unſere Synode ihre Thätigkeit entfaltete, berechtigen zu der Hoffnung, daß alles ungeſunde, falſch pietiſtiſche und ſeparatiſtiſche Weſen