# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S249 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 249 — äußerlicher Ordnung willen getrennt ſeien, ferner in demſelben Synodal⸗ Berichte den Beſchluß faſſet, mit der Synode von Buffalo Verſöhnung in der Kirche zu ſuchen; auch im „Lutheraner" No. 8, Jahrgang 9, ihrem Organ, bekennet, ſie habe uns noch nie als Secte oder Nichtkirche angeſehen; ſo ermahnen wir dieſelbe, zu erkennen, wie groß und entſetzlich die Sünde iſt, mit der dieſelbe nun ſeit faſt 9 Jahren in ein fremd Amt greift, ſich des Ge⸗ richts über uns und unſere in der Kirchenzucht liegenden Glieder angemaßt hat, unſeren Synoden, als den betreffenden Behörden, ſtets vorgegriffen, unſere ſich an ſie wendenden, irrenden und ſündigenden Kirchkinder nicht an unſere, als ihre eigene Synode verwieſen, ſondern, was entſetzlich zu hören, in zwei Synodal⸗Beſchlüſſen in Chicago und St. Louis es ihnen zur heiligen Pflicht gemacht hat, von unſern Predigern ſich zu trennen, und ſich recht⸗ gläubige Lehrer zu berufen: ſtatt ſie an ihre eigene Synode und Kirchen⸗ gericht zu weiſen, wenn unſere Prediger in ihrer Seelſorge wirklich geſün⸗ digt oder geirrt hätten, es ſei im Leben oder in der Lehre; zumal, da die Synode von Miſſouri ſpäter ſelbſt bekennt, daß ſie mit der unſrigen auf einem Bekenntnißgrunde ſtehe. Iſt hier nicht ſchrecklich an der lutheriſchen Schweſter⸗Synode, an unſe⸗ ren Gemeinen, Predigern, und am allermeiſten an den armen verirrten Schafen Chriſti dadurch geſündigt, daß wahrhaftig Altar gegen Altar in einer lutheriſchen Kirch⸗Gemeine durch Hülfe einer andern lutheriſchen Sy⸗ node gebaut worden iſt? Daß es ausgeſprochener Grundſatz der Rotten⸗ Prediger iſt, einen jeglichen, der von uns ausginge, anzunehmen, was der „Lutheraner" damit zu rechtfertigen verſuchte, daß er vorgab, es müſſe ge⸗ ſchehen, um conſequent oder folgerecht zu handeln? Wie viele Seelen ſind dadurch ſeit neun Jahren in unſern Gemeinen in Verſuchung geführt, bei jeder Anwendung der heilſamen Kirchenzucht ſich derſelben zu entziehen und zum rottiſchen Gegenaltar zu fliehen, um ihrem Seelſorger Trotz zu bieten? wie viele ſind gefallen! Wie viele ſind um öffent⸗ licher Sünden des Geizes, der Ungerechtigkeit, der Unverſöhnlichkeit, der Un⸗ zucht, und anderer Laſter willen, aus der Kirchenzucht entlaufend, die Gemeinen nicht hörend, ſofort von den Rottenpredigern Bürger oder Lochner, Ernſt ꝛc. angenommen, abſolvirt und communicirt worden! Wie viel ſind in den neun Jahren in ſolcher Unverſöhnlichkeit mit perſönlichen Wider⸗ ſachern oder mit ihrer verlaſſenen Gemeine, Seelſorger und Synode, die ſie für recht erkannten, und nur die Perſon des Predigers haßten, in Unbußfer⸗ tigkeit, zum Theil aber in Verzweiflung dahin geſtorben! Wie viel ſind durch die Rückenſtärkung der Synode von Miſſouri noch in ſolcher Gefahr! Darum ermahnen wir die gegenwärtig verſammelte Ehrwürdige Synode von Miſſouri im Namen unſers HErrn und Heilandes JEſu Chriſti, um ihrer eigenen und ſo vieler verführten Seelen willen, für die unſer Heiland Sein Blut vergoſſen, und deren Blut Er von der Synode von Miſſouri fordern wird, — der Seelen, die durch ihre unberufene, ſündliche, unlutheriſche und unchriſtliche Einmiſchung in die Kirchenzucht und geiſtliche Gerichtsbarkeit einer andern evangeliſch⸗lutheriſchen Synode verloren gegangen ſind und gehen werden, — — daß die Ehrwürdige Synode von dieſem entſetzlichen Unglückswege für ſich und unſere verirrten Kirchkinder abſtehen, und auf⸗ hören wolle, uns zu beleidigen, uns als eine Secte zu behandeln, und uns moraliſch, und unſere irrenden Kirchkinder geiſtlich zu tödten; und ſo, uns zu hören, und ſich gewinnen zu laſſen, dieſen billigen chriſtlichen Weg nicht zu unterlaſſen, um ſich mit der ſo tief beleidigten und, ſo weit es in ihrer Macht ſtand, ermordeten Schweſter⸗Synode zu verſöhnen durch herz⸗