# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S248 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 248 — geantwortet, daß er ohne Ermächtigung unſerer Synode nur privatim und alſo nicht amtlich erwidern könne, daß dies nicht der geeignete Weg zur Ver⸗ ſöhnung ſei, ſondern daß derſelbe mit unſerer ganzen Synode geſucht werden müſſe, und wie der Friedensweg in No. 18 im 1. Jahrgang unſeres kirch⸗ lichen Informatoriums gezeigt ſei, Ferner: Daß nach zwei darauf folgenden Privatbriefen des Paſtor Habel an Herrn Paſtor Grabau auch unſer Ehrwürdiges Kirchen⸗Miniſte⸗ rium in einem Schreiben an den Secretär der Ehrwürdigen Synode von Miſſouri angezeigt hat, wie unpaſſend und kränkend es für unſere ſchwer be⸗ leidigten Gemeinen ſei, daß man außer der Annahme ihrer Excommunicirten, und Sendung von Rottenpredigern zu denſelben, nun noch in einer ſo wich⸗ tigen Sache unſere Synode und deren Miniſterium ſchimpflich übergehe, oder als gar nicht vorhanden ignorire, und nur dem Herrn Paſtor Grabau eine Unterhandlung anbiete. Ferner, daß das Miniſterium der Ehrwürdigen Synode von Miſſouri unſer Miniſterium keiner Antwort gewürdigt, ſondern, daß nur Drohungen und Beſchimpfungen im „Lutheraner" und deſſen Beiwagen darauf er⸗ folgt ſind: So haben die unterzeichneten ſämmtlichen Synodalen es für ihre Pflicht erkannt, auf den im ſechsten Synodal⸗Bericht der Synode von Miſſouri ver⸗ öffentlichten Wunſch und Beſchlußnahme, nichts zu unterlaſſen, wodurch der Friede in der Kirche hergeſtellt werden könne, und auf die demnächſt ge⸗ ſchehenen uns betreffenden Schritte eine Antwort und Erklärung an die Ehrwürdige in Cleveland ſich verſammelnde Synode von Miſſouri ꝛc. zu richten. Zuerſt bezeugen ſämmtliche Synodale, vor Gott und ſeiner heiligen chriſtlichen Kirche, daß es ihr einmüthiges Gebet und Wunſch iſt, nichts zu unterlaſſen, wodurch Friede in der Kirche auf Gott wohlgefälligem Wege erlangt werden kann. 2. Müſſen dieſelben aber eben ſo einmüthig und einſtimmig bezeugen, daß ſie den von der Ehrwürdigen Synode von Miſſouri bis daher eingeſchla⸗ genen Weg nicht für den richtigen erkennen, ſondern die Antwort des Herrn Paſtor Grabau und unſers Miniſterii als in der Wahrheit begründet beken⸗ nen müſſen. Wie auch die uns vorgeleſene ſpätere Rechtfertigung der Ver⸗ weigerung eines Colloquiums in No. 14 des zweiten Jahrgangs unſeres Informatoriums. 3. Hat ſich nach reiflicher Erwägung und mehrmaliger Umfrage dieſe einmüthige und einſtimmige Anſicht herausgeſtellt, daß der rechte Weg zum Frieden der folgende ſei, den wir von Herzen gehen wollen: Daß die gegenwärtig verſammelte Synode von Buffalo, als Stellver⸗ treterin unſeres ganzen Synodalverbandes, im Namen unſers HErrn JEſu Chriſti auf ſeinen Befehl und Wort: „Suchet Frieden und jaget ihm nach", und „ſeid fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſt durch das Band des Frie⸗ dens" und „ſündiget dein Bruder an dir, ſo ſtrafe ihn zwiſchen dir und ihm alleine" u. ſ. w. Verſöhnung anbietet. Nach Anweiſung und alſo im Namen unſers HErrn JEſu Chriſti ſtrafen wir hierdurch wiederum, wie unſere Synode 1845 gethan und die Synoden vom Jahre 1848 und 1851 ſolches laut unſerer Synodal⸗Briefe beſtätigt haben, die Ehrwürdige Synode von Miſſouri mit Folgendem. Da die Ehrwürdige Synode von Miſſouri noch im 6ten Synodal⸗ Berichte bekennt, daß wir auf einem Bekenntnißgrunde ſtehen, nämlich der ſymboliſchen Bücher unſerer evangeliſch⸗lutheriſchen Kirche, und nur um