# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S245 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 245 — der Erkenntniß, eines gottſeligen Lebens und der Liebe, die ſich in guten Werken thätig erweiſ't. Die Willigkeit und dankbare Freude, womit von allen Brüdern ohne Unterſchied die hie und da etwa nöthigen, mit dem Ernſt und der Freundlichkeit brüderlicher Liebe gemachten Erinnerungen an⸗ und aufgenommen wurden, zeugten von der herzlichen Demuth ſowohl, wie von dem ernſten Eifer, womit ſie der treuen Erfüllung ihrer Amtspflichten nachzukommen ſuchten. Gleich Erfreuliches kann auch der Präſes über die von ihm beſuchten Gemeinden und die ihnen vorſtehenden Amtsbrüder be⸗ richten. Er kann aber nicht umhin, hier die ſelbſtverleugnende und aus⸗ dauernde Liebe und Treue unſers lieben Bruders Claus beſonders hervorzu⸗ heben, wie den Eifer und die Standhaftigkeit ſeiner, unter ſchweren Anfech⸗ tungen dem Worte Gottes und unſerer Kirche treu gebliebenen Gemeinde. Es iſt den verehrten Brüdern durch den „Lutheraner" bereits bekannt gewor⸗ den, wie das Wort Gottes in der Gemeinde Neu⸗Melle eine Scheidung her⸗ vorgebracht; der bei weitem geringere Theil der Treugebliebenen wurde auf das Schmählichſte des Kirchenguts beraubt; und da ſie mit großer Aufopferung ein anderes Stück Land gekauft und mit Verſäumniß ihrer ſo nöthigen Feldarbeit ein neues anſehnliches Kirchhaus aufgerichtet, auch zum Aufbau einer Pfarrwohnung Anſtalt getroffen, wurde die Kirche von frevleriſcher Hand in Brand geſteckt und vollſtändig in Aſche gelegt. Aber Gott ſei Dank! der Muth der lieben Gemeinde war keineswegs gebrochen, ſondern, wie es tapfern Chriſten geziemt, nur noch mehr angefeuert. In ganz kurzer Zeit ſtand ein neues Kirchlein, freilich diesmal nur aus rohen Blöcken, ohne Fußboden und Decke, auf der Brandſtätte, und dem Berichterſtatter wurde die Ehre und Freude zu Theil, ſich an der Einweihung dieſes Gotteshauſes betheiligen zu dürfen, das zwar unanſehnlich in den Augen der Welt, aber deſto herrlicher in den Augen Gottes und ſeiner Heiligen daſteht. Durch den Wetteifer unſerer Gemeinden, den theuern Brüdern ihre Hochachtung und Theilnahme thätlich zu bezeugen, ſind dieſelben beinahe ſchon wieder in den Stand geſetzt, ein ſtattlicheres Kirchhaus aufzurichten, und ſo den Be⸗ weis zu liefern, daß durch die Gnade Gottes der Teufel und ſeine Geſellen nur dazu mithelfen müſſen, die Kraft des Wortes und ſeine Frucht auch der Welt vor Augen zu legen, wenn ſie anders lernen wollte, die Augen zu öff⸗ nen und zu ſehen. VI. Colporteur. Unſer Colporteur, Herr Guſtav Pfau, hat thätig und ſegensreich, namentlich in Wisconſin, gewirkt. Die Veröffentlichung ſeiner Berichte iſt durch beſondere Umſtände bisher verhindert. Das bisher Verſäumte wird aber, ſo Gott will, nach dem Schluß der Synode unverweilt nach⸗ geholt werden. VII. Heiden⸗Miſſion. Ueber dieſe Angelegenheit verweiſe ich die Synode auf den Bericht, welchen die betreffende Committee darüber geben wird. Durch die Weg⸗ berufung unſers ſehr thätigen Bruders Baierlein nach dem lutheriſchen Mif⸗ ſionsfeld in Oſtindien ſteht unſerer hieſigen Miſſion ein empfindlicher Verluſt bevor, welchen der HErr nach ſeiner Güte und Weisheit erſetzen wolle; unſern lieben Bruder Baierlein aber begleite auch ferner ſein reichſter Segen in ſeiner zukünftigen Wirkſamkeit.