# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S242 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 242 — der Einigkeit des Geiſtes wirken könnte, ſo lange die Synode überhaupt ſich von Gottes Wort und Geiſt regieren ließe (und der HErr wolle in Gnaden das Gegentheil verhüten), und doch zugleich der Gefahr vorgebeugt, ſo weit es möglich iſt, die ein ſolches Amt bringen könnte. Wir blieben dann über⸗ haupt unſerem Vorſatze treu, im Weſentlichen keine Veränderungen vorzu⸗ nehmen. Es bliebe im Grunde Alles beim Alten, die wenigen Aenderungen abgerechnet, die bei dem Zunehmen der Synode für die Erleichterung und Förderung des zu ſchwerfällig gewordenen Geſchäftsganges unumgänglich nothwendig waren. Doch ich fürchte, zu weit zu gehen, und den Berathungen der ehrwür⸗ digen Synode ſelbſt vorzugreifen, habe es vielleicht ſchon gethan. Ich breche daher ab, und erlaube mir, nur noch einmal daran zu erinnern, daß unſere Synode auf dem Punkte einer wichtigen Kriſis angelangt iſt, daß die Zu⸗ kunft derſelben vielfach von unſern diesmaligen Entſchließungen abhängen wird. Gott helfe uns, daß ein jeder bei den Berathungen das Ziel, nemlich die Einigkeit des Geiſtes, im Auge behalte, und daß unſere Beſchlüſſe gefaßt werden unter dem bleibenden Gefühl der großen Verantwortlichkeit, die auf uns ruht. Ich ſchließe mit dem herzlichen Wunſche Luthers: „Gott, der Vater aller Barmherzigkeit, gebe uns durch JEſum Chriſtum, ſeinen lieben Sohn, den Geiſt der Einigkeit und Kraft, zu thun ſeinen Willen. Denn ob wir gleich auf's allerfeinſte einträchtig ſind, haben wir dennoch alle Hände voll zu thun, daß wir Gutes thun, und beſtehen in göttlicher Kraft; was ſollt's denn werden, wo wir uneins und ungleich unter einander ſein woll⸗ ten? Der Teufel iſt nicht fromm noch gut worden, wird's auch nimmer⸗ mehr, darum laßt uns wachen und ſorgfältig ſein, die geiſtliche Einigkeit, wie Paulus lehrt, zu halten im Bande der Liebe und des Friedens. Amen." Hieran ſchloß ſich die Verleſung des nachfolgenden Jahresberichts. Schuldigermaßen erſtatte ich hiermit der Ehrw. Synode den durch unſere Conſtitution geforderten Jahresbericht. I. Todesfälle. Der ſchmerzlichen Pflicht, den Verluſt auch nur eines unſerer lieben Brüder anzuzeigen, ſind wir durch Gottes reiche Gnade in dieſem Jahre überhoben. Dem HErrn, der ſo wohl an uns thut, ſei Lob und Preis. II. Ordinationen. Geprüft, zum Predigtamte tüchtig befunden, nach vorhergehendem ordentlichen Beruf von Gemeinden ordinirt und dabei auf ſämmtliche Sym⸗ bole unſerer Kirche verpflichtet wurden folgende Prediger: 1. Hr. W. Aug. Fick, berufen von der evangeliſch⸗lutheriſchen Ge⸗ meinde in Holt County, bei St. Joſeph, Mo., ordinirt in der Immanuels⸗ Kirche zu St. Louis vom Präſes, unter Aſſiſtenz des Hrn. Prof. Walther und Hrn. Paſt. H. Fick, am 24. October v. J. 2. Hr. H. Mattfeldt, berufen von der evang.⸗luth. Gemeinde zu Pekin, Ill., ordinirt von dem Präſes der Synode, unter Aſſiſtenz des Hrn. Paſtor Fick, in der evang.⸗lutheriſchen Dreieinigkeits⸗Kirche zu St. Louis, am 20. December v. J.