# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1853_S239 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 239 — nach Plänen und Berechnungen der fleiſchlichen Vernunft hervorgerufen, die Einigkeit des Geiſtes, in welcher wir durch Gottes Wort und Gnade ſtanden, die hat uns auch äußerlich zuſammengebracht; nichts anders. Und nichts anders, als die Pflege, und Erhaltung und Förderung die⸗ ſer Einigkeit nach Innen und Außen, das Verlangen, in dieſe Einigkeit zur Ehre Gottes und zum Heil des Nächſten durch die Erkenntniß der Wahrheit immer Mehrere hineinzuziehen, war der Zweck dieſes Zuſammentretens, wie der HErr es uns befiehlt, und der Geiſt Gottes, der in uns wohnt, es mit ſich bringt; darauf waren auch im Grunde alle Ordnungen und Maßregeln gerichtet, die die Synode in ihrer Verfaſſung niedergelegt hat. Daß die Synode dieſen Hauptzweck vor Augen haben mußte, brachte die Natur der Sache mit ſich; daß ſie ihn wirklich gehabt, ſpricht ſie in der ihrer Verfaſ⸗ ſung vorgeſetzten Einleitung und den Gründen für ihren Zuſammentritt, wie in der Verfaſſung ſelbſt, und allen ihren Theilen aus; daß ſie ihn bis⸗ her verfolgt hat, bezeugen ihre veröffentlichten Verhandlungen, und daß die⸗ ſer Zweck durch Gottes Gnade bisher erreicht iſt, beweiſet unſer liebliches und friedliches Beieinanderwohnen und Wirken, und der Segen, den Gott bisher auf unſer Wirken gelegt hat. Der gnädige und barmherzige Gott wolle dieſen Segen uns und unſern Kindern durch ſeine Gnade erhalten! Er wolle ihn durch uns auch in die fernſte Zukunft zu ſeines Namens Ehre ausbreiten über Viele, die ſich durch uns der ganzen Wahrheit zuwenden laſſen zu ihrem eigenen Heil! Er wolle ſich ſelbſt wie eine feurige Mauer um uns lagern, und alles abwehren, was dieſe liebliche und herrliche Einigkeit, und ihre ſegensreichen Früchte beein⸗ trächtigen könnte! Er wolle namentlich verhindern, daß nicht ſolche „wilde Köpfe", wie Luther ſie nennt, unter uns aufſpringen oder ſich einſchleichen, „die ohne guten Grund immer ein Sonderliches machen wollen, die aus lau⸗ ter Bosheit nicht können etwas Gemeines oder Gleiches tragen, ſondern ungleich und eigenſinnig ſein iſt ihr Herz und Leben". Er wolle namentlich jetzt uns dieſen Segen dankbarlich erkennen laſſen, und uns mit dem rechten Ernſt und Eifer ausrüſten, ſolche Mittel und Wege zu ſuchen, ſolche Maß⸗ regeln zu ergreifen, durch welche wir uns verſprechen können, mit ſeinem Beiſtand den Segen dieſer Einigkeit zu erhalten und auszubreiten, dem Ernſt und Eifer, der es für Sünde hält, aus Unluſt und Bequemlichkeit ſich mit weniger guten Ordnungen zu begnügen, wenn beſſere zur Hand ſind. Er wolle uns zugleich die Demuth und Selbſtverleugnung der Liebe ſchenken, daß ein jeder Einzelne um des HErrn und der von ihm erretteten Seelen willen ſich den Anordnungen mit willigem und freudigem Herzen füge, die wir in der Furcht Gottes und vor ſeinem Angeſicht nach ſeinem Worte treffen werden. Sind wir nun, wie es nicht anders ſein kann, überzeugt, daß wir auf dem rechten Grunde ſtehen, die rechten Zwecke verfolgen, und bisher auch die rechten Mittel ergriffen haben, die zu dieſen Zwecken führen, ſo können wir ja im Ganzen und Weſentlichen bei dem bleiben, was wir haben; ſo brauchen wir bei der durch die Theilung nothwendig gewordenen Aenderung der Ver⸗ faſſung nur auf ſolche Stücke Rückſicht zu nehmen, durch welche ſich uns die Nothwendigkeit der Theilung ſelbſt aufgedrängt hat, werden aber zugleich alles das behalten oder vervollkommnen, was wir bisher als das Rechte erkannt haben. Der Hauptgrund der Theilung liegt aber, wie ſchon erwähnt, in dem durch das Anwachſen der Synode zu ſchwerfällig gewordenen Ge⸗ ſchäftsgang, in der Schwierigkeit, ja Unmöglichkeit, das Ganze zu überſehen und die kirchlichen Bedürfniſſe auf dem weiten Gebiete, das die Synode ein⸗