# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1852_S220 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 220 — 2. Hr. Paſtor Dulitz, welcher das eben erwähnte Schreiben ſeiner neuen Gemeinde bevorwortet, ſpricht dabei den Wunſch aus, die Synode möge etwas thun, um die zwiſchen den Paſtoren Fürbringer, Lochner, Dulitz und ihren Gemeinden einerſeits und dem Hrn. Paſtor Geyer und ſeiner Gemeinde andererſeits über das Laien⸗Gebet obwaltenden Mißverſtändniſſe zu beſeitigen. Nachdem noch einige Erläuterungen über dieſe Angelegenheit verlangt und gegeben worden, beſchloß die Synode, daß der Hr. Präſes nach dem Schluß der Sitzungen zu dieſem Zwecke nach Milwaukee reiſen möge. Bei der Gelegenheit ſoll auch vom Präſes in Verbindung mit den andern Paſtoren in Wisconſin ein Schreiben an Hrn. Paſtor Beſſer zu Seefeld bei Colberg in Pommern, — der in einem Schreiben ſich über die Zerwürfniſſe unter den diesſeitigen Lutheranern ſehr beklagt — verabfaßt werden. Rhythmiſcher Geſang. Die Altenburger Conferenz hatte ein Geſuch an die Synode eingereicht, in welchem ſie bittet, die Synode wolle, in Berückſichtigung der wegen Ein⸗ führung der urſprünglichen Sangweiſe hin und wieder entſtandenen Beden⸗ ken, ein gründliches Gutachten über den rhythmiſchen Geſang veröffentlichen, und darin nicht allein eine hiſtoriſche Darſtellung der Sache geben, ſondern auch die mancherlei Einwürfe wider die Einführung desſelben berückſichtigen. Da ein ſolches Gutachten aber bei der kurzen Friſt unſerer Synodalverſamm⸗ lung und dem Mangel an den nöthigen Hülfsmitteln den Brüdern nicht gegeben werden konnte, ſo wurde Hr. Paſtor Schaller beauftragt, einen Artikel über dieſen Gegenſtand für den „Lutheraner“ nach gehaltener Synode zu ſchreiben, in welchem die Wünſche der Altenburger Conferenz möglichſt berückſichtigt werden ſollten. Seminar in Fort Wahne. Es wurde der Synode die Frage zur Berathung vorgelegt: ob es nicht nothwendig ſei, das Fort Wayner Seminar auf eine höhere Stufe zu erheben, das Ziel der Ausbildung ſeiner Zöglinge weiter zu ſtecken und demgemäß die Studienzeit derſelben zu verlängern? u. ſ. w. Man erkannte mit Freuden die großen Dienſte an, welche dieſe Anſtalt in Heranbildung ſo vieler tüch⸗ tiger junger Leute geleiſtet habe, war aber der Meinung, daß, da die Zeit der erſten und größten Noth vorüber, es auch Pflicht ſei, den Studirenden wenig⸗ ſtens in formeller Hinſicht mehr zu geben, namentlich und wenig⸗ ſtens zur Kenntniß der lateiniſchen Sprache und damit zum beſſeren und volleren Verſtändniſſe der alten kirchlichen Literatur zu verhelfen; ſo auch neben der lateiniſchen Sprache andere Gegenſtände, z. B. Geſchichte, Geogra⸗ phie, engliſche Sprache u. ſ. w., fleißiger mit ihnen zu treiben. Das Be⸗ denken, ob man damit nicht gegen die Conſtitution des Seminars verſtoßen würde, nach welcher dasſelbe eine Anſtalt ſein ſolle zur möglichſt ſchleunigen Ausbildung von Predigern ꝛc., verſchwand bei näherer Betrachtung, und ſo wurde denn der Beſchluß gefaßt: ein Proſeminar, worin jene Gegenſtände vorzugsweiſe mit Ausſchluß der Theologie betrieben werden ſollen, zu errichten. Die Synode beſchloß, den Erlös aus den uns geſchenkten Baulotten in Dayton zur Errichtung des Proſeminars zu verwenden. Auch wurde eine Committee beſtellt, die mit den deutſchen und engliſchen Bürgern in und um Fort Wayne Rückſprache nehmen ſoll, um zu ſehen, ob es möglich ſein wird, ein College oder Gymnaſium dort zu errichten, in wel⸗