# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1852_S217 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 217 — bietet und einen Anhang von einigen Gebeten und Liedern enthält. Es ſoll ſo bald als möglich gedruckt werden. Die Bedürfniſſe der Station Bethanien, die für das laufende Halbjahr ganz ähnlich denen im verfloſſenen Halbjahr, ſein werden, ſind zugleich mit den Bedürfniſſen der Miſſionare bereits durch den verehrlichen Verwal⸗ tungsausſchuß des proteſtantiſchen Central⸗Miſſions⸗Vereins für Bayern zu Nürnberg durch die Ueberſendung von $394.66 reichlich gedeckt worden, ſo daß die Synodalcaſſe keine Ausgaben für dieſe Station nöthig hat. Die Station Shiboyangk, nach dem Bericht des Herrn Miſſionars Auch. — Das verwichene Jahr war ein Jahr vielfältigen Kampfes nach innen und außen. Die Schwärmer ſammt und ſonders würden, wenn es auf ihren Willen ankäme, die lutheriſche Miſſion längſt verdrängt haben. Doch der HErr lebt, und obwohl die Feinde manchen Rath beſchloſſen haben, ſo hat doch Er, der im Himmel wohnt, noch nicht Ja dazu geſagt; ihre An⸗ ſchläge ſind zu Schanden gemacht worden, und ſie ſind auch ſchon theils in die Grube gefallen, die ſie Andern gruben. Aber nicht nur von Schwär⸗ mern, ſondern auch und beſonders haben wir große Noth und Verleumdung erleiden müſſen von unſerem vorigen Dolmetſcher, welcher, von dem früheren Miſſionsgehülfen Sinke bearbeitet, uns auf jede mögliche Weiſe verleumdete und unſere Gemeinde wieder auf ſeine Seite zu bringen ſuchte. Auf beide aber iſt das Wort Joſeph's anwendbar, wenn er ſpricht: „Ihr gedachtet es böſe mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.“ Was unſere Feinde zu unſerer Schmach ſich vorgenommen hatten, das iſt zur Förderung des Evangeliums ausgeſchlagen. Gott dafür die Ehre! Durch Trübſal und Leiden bewährt, ſind unſere Indianer muthiger, gegründeter und freu⸗ diger geworden, und wir hegen die getroſte Zuverſicht zu Gott, Er werde nicht ruhen, bis Er ſein Werk durch ſeine ſchwacheu Werkzeuge, wie wir ſind, vollbracht habe. — Auch unter den Sibiwaing⸗Indianern ſind in neuerer Zeit wieder Zeichen der Hoffnung ſichtbar geworden und wurde mehrfach der Wunſch geäußert, ſelbſt von dem in Sünden ergrauten Häupt⸗ ling, daß ihnen doch wieder von Zeit zu Zeit das Evangelium möchte ver⸗ kündigt werden. Einzelne von ihnen kommen hie und da nach Shiboyangk zur Kirche. Möge der Tag des Heils für ſie bald anbrechen. Darum wol⸗ len wir Gott ernſtlich anrufen. Die Bedürfniſſe der Station werden ſich auf etwas mehr als $200 belaufen, laut des an den Präſes der Miſſions⸗Commiſſion bereits einge⸗ ſandten Etats. Kirchliche Colonie in Californien. Herr Profeſſor Walther theilte eine Stelle aus einem Schreiben des Herrn Pfarrers Löhe mit, worin dieſer meldet, daß Herr Paſtor Fleiſchmann und Herr Vonetti im Begriff ſtehen, nach Amerika zu gehen, um unter den hieſigen und den von dort nach Californien auswandernden deutſchen Glau⸗ bensgenoſſen zu wirken, die Gründung einer Coloniſten⸗Gemeinde in Cali⸗ fornien anzubahnen u. ſ. w., die zu dieſem Zwecke zunächſt nach St. Louis kommen und ſich unter Leitung unſerer Synode ſtellen würden. Es wurde bemerkt, wie wichtig dies auch in Betreff unſerer Heidenmiſſion werden könne, da nicht nur die deutſchen Auswanderer nach Californien, ſondern auch die große Anzahl der dort einwandernden Chineſen unſere Aufmerkſamkeit und kirchliche Fürſorge in Anſpruch nehmen, weshalb es auch in dieſer letzteren Hinſicht wünſchenswerth ſei, dort eine Coloniſtengemeinde zu gründen, um