# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1852_S216 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 216 — 1. Das ſchnelle und maſſenhafte Anwachſen der Synode und der da⸗ durch zu ſchwerfällig gewordene Geſchäftsgang; 2. die Ueberzeugung von der doch ſchon genugſam herangereiften Einig⸗ keit im Geiſte und von der hinlänglichen Vertheilung der leitenden Gaben und Kräfte in den verſchiedenen Diſtricten der Synode; 3. die durch Vertheilung möglich werdende öftere Beſchickung der Synode durch Paſtoren und Deputirte, und der dadurch in die Gemeinden zurückfließende Segen; 4. die größere Erweckung der vorhandenen Gaben auch in den jüngeren Brüdern zu lebendigerer Bethätigung; 5. die Ermöglichung der genaueren Berückſichtigung der kirchlichen Be⸗ dürfniſſe jedes einzelnen Diſtricts; 6. die Unmöglichkeit, bei der maſſenhaften Größe der Synode paſſende Orte zu finden, um daſelbſt die jährlichen Synodalverſammlungen abzu⸗ halten; und im Zuſammenhange damit 7. der heilſame Einfluß, der bei der Einrichtung von Diſtrictsſynoden durch öftern Wechſel der Orte in den umliegenden Gemeinden geübt wird. Es wurden dann noch verſchiedene Bemerkungen und Vorſchläge in Betreff des Entwurfs zur künftigen Organiſation der Synode gemacht und endlich beſchloſſen, daß die St. Louis Conferenz beauftragt werde, einen ſol⸗ chen Entwurf zu verabfaſſen, die gemachten Bemerkungen dabei zu berück⸗ ſichtigen und den Entwurf den übrigen Paſtoralconferenzen mitzutheilen. In Betreff der nächſtjährigen Synodalverſammlung wurde erinnert, daß dann nicht nur die Zuſtimmung der betreffenden Ge⸗ meinden, ſondern auch ſchon Wahlzettel zur Erwählung von Diſtrictspräſidenten mit einzuſenden ſeien, damit kein Auf⸗ enthalt ſtattfinde, im Falle die neue Organiſation in's Leben treten ſollte. Heidenmiſſion. Die Miſſionsſtation Bethanien iſt, nach dem Bericht des Herrn Miſſionars Baierlein, immer noch ein Zielpunkt ſowohl methodiſtiſcher Schleicherei, als auch händleriſcher Bosheit, und es werden alle nur mög⸗ lichen Künſte und Mittel in Bewegung geſetzt, die Heiden vom Worte des Lebens abzuhalten. Indeſſen hat auch dieſe Bosheit ihr Ziel, welches ſie nicht überſchreiten kann, und ſo ſind denn auch in der letzten Zeit wieder mehrere, meiſt Kindlein, durch die heilige Taufe in den Gnadenbund mit Gott aufgenommen worden, ſo daß die Zahl der Getauften zu Bethanien ſich auf etwa fünfzig Seelen beläuft. Das böſe Beiſpiel der Heiden und die fortwährende Ohrenbläſerei und andere Verführungskünſte der Methodiſten und der Branntweinhändler, die für den Zweck, der Wahrheit Abbruch zu thun und die Seelen zu verführen, ganz einig ſind, erſchwert es den jungen Seelen ſehr, ſich der erkannten Wahrheit gemäß zu entwickeln und im neuen Leben zu wachſen. Indeß wirkt das Wort, dem Sauerteige gleich, im Stillen fort und Gott wird ferner ſein gnädiges Gedeihen geben. Zur Unterſtützung des oft kränkelnden Miſſionars iſt im vorigen Herbſt Herr Miſſionar Mießler von der evang.⸗lutheriſchen Miſſionsgeſell⸗ ſchaft zu Leipzig geſandt worden, der mit Treue und Hingebung der Miſſion dient. Zur Förderung des Schulunterrichts iſt ein Büchlein in der Sprache der Indianer von dem Berichterſtatter ausgearbeitet worden, welches in den Leſeſtücken eine kurze bibliſche Geſchichte Alten und Neuen Teſtaments dar⸗