# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1852_S213 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 213 — wohl zur Führung des Amtes, aber nicht gleich wohl gerüſtet zur Wehre ſeien ꝛc. — Dagegen wurde geſagt, daß gerade das eben Angeführte für die beabſichtigte Theilung der Synode zu ſprechen ſcheine, indem gerade den jüngeren, unbemittelten Predigern durch die oft ſo weite Entfernung der jetzigen allgemeinen Synodalverſammlungen der Segen verloren gehe,*) der ihnen durch die näheren Diſtrictsſynodalverſammlungen eher ermöglicht werde — ſowie: daß die große Zahl bei unſeren jetzigen Synodalverſamm⸗ lungen manche jüngeren Brüder zurückhalte, ſich frei und offen auszuſprechen und an den Verhandlungen thätigeren und regeren Antheil zu nehmen. Gegen die Befürchtung, daß durch Theilung des Körpers in zwei oder meh⸗ rere Diſtrictsſynoden gar leicht verſchiedene Richtungen entſtehen und hervor⸗ treten möchten, wodurch die Einigkeit im Geiſte gefährdet und geſtört werden könnte — wurde bemerkt, daß nicht nur durch die Sendung von Delegaten der einen Diſtrictsſynode an die Verſammlung der anderen, ſondern auch durch einen allgemeinen Präſes, der die ganze Synode viſitire, und endlich durch die allgemeine Synodalverſammlung ſelbſt — die Verbindung und Einigkeit des ganzen Körpers erhalten und befördert werden würde. Auf das wiederholte Bedenken, wo man einen Mann finden wolle, der Zeit und Kraft habe, das Amt eines ſolchen Generalviſitators zu übernehmen und auszurichten, wurde erwiedert, daß man daran nicht zweifeln ſolle und dürfe, ſobald man ſich davon überzeugt habe, daß ein ſolcher nöthig ſei. — Es wurden auch Bedenken gegen einen allgemeinen viſitirenden Präſes erhoben. Es ſcheine — war die Rede — als wolle man durch ſolch ein menſchliches Mittel die Einigkeit im Geiſte erhalten, da man es doch im Glauben dem Haupte der Kirche überlaſſen ſolle, daß ER dies durch ſein Wort und ſeinen Geiſt thun werde. Die äußere Einheit und Einigkeit der Synode finde ja in dem periodiſchen Zuſammentritt der Diſtrictsſynoden zu einer allgemeinen Synode einen hinreichenden Ausdruck und in Verbindung mit der gegen⸗ ſeitigen Beſchickung der Diſtrictsſynodalverſammlungen mit Delegaten der andern Diſtrictsſynoden, ſowie durch ſonſtigen Verkehr der Synodalen auch die nöthige Pflege. Und was die Viſitationen beträfe, ſo könnten dieſe durch die Präſides der Diſtrictsſynoden bei kleineren und näheren Sprengeln viel leichter und beſſer geſchehen, als durch einen eigends dazu beſtellten allgemei⸗ nen Viſitator. Dagegen wurde von anderer Seite bemerkt, daß man doch eben fleißig ſein ſolle, die Einigkeit im Geiſte zu erhalten, und daß zu dieſem Fleiße auch der Gebrauch zweckmäßiger menſchlicher Mittel gehöre, wenn ſie auch nicht als ſchlechterdings nöthig anzuſehen wären; ferner daß ein ſolcher allgemeiner Präſes, reſpective Viſitator, der geeignetſte, ja nothwendige Aus⸗ druck für die äußere Einheit der Synode ſei, die ja ſonſt als ein dreiköpfiger Leib ohne eine zuſammenfaſſende Spitze daſtehen würde, daß es in der Natur der Sache und in der alten Praxis unſerer Kirche liege, die zuſammengehö⸗ renden Landeskirchen und kirchlichen Behörden bis zu einem Präſes zu gipfeln, der freilich bei uns durchaus keine andere Gewalt, als die des Wortes haben und nur primus inter pares ſein ſolle. Es ſtellte ſich endlich ſchließlich heraus, daß ſich die Meinung und Anſicht Aller darin vereinige, daß bei einer Theilung der Synode in Diſtrictsſynoden, die dennoch nur eine all⸗ gemeine Synode bilden ſollten, auch ein allgemeiner Präſes derſelben nöthig ſei. Doch wurde nicht verkannt, welche Schwierigkeiten es habe, durch den *) Dies, meinte der Gegenpart, könnte durch eine allgemeine Synodalreiſekaſſe, oder des etwas gehoben und es ſo den Unbemittelten möglich gemacht werden, zu