# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1851_S178 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 178 — eben kein Intereſſe für chriſtliche Wahrheit haben, dennoch des Schmutzes und der ekelerregenden Läſterungen, wie ſie ſich in den meiſten unſerer deut⸗ ſchen Zeitungen finden, überdrüſſig ſind. Paſtor Hoffmann, der wegen körperlicher Leiden ſein Amt hat nieder⸗ legen müſſen, wurde als der geeignete Mann für Redaction eines ſolchen Blattes vorgeſchlagen. Ein Preſſenbeſitzer in St. Louis erbietet ſich, die Herausgabe zu übernehmen, und wünſcht dazu nur von der Synode eine Unterſtützung von circa 400 Subſcribenten. Da Herr Paſtor Hoffmann nicht ſelbſt gegenwärtig war, ſo konnte es zu keinem definitiven Beſchluß kommen; man war aber der zuverſichtlichen Hoffnung, daß Paſtor Hoffmann dieſen Antrag nicht ablehnen werde. Berichtigung des Artikels „Privatbeichte“ im vorigen Synodal⸗ Bericht, Seite 141. Durch ein Mißverſtändniß war die vom Deputirten der Gemeinde Frohna, Herrn Weinhold, auf der vorjährigen Synodalverſammlung ge⸗ ſchehene Anfrage, die daſelbſt beſtehende Privatbeichte betreffend, in der Weiſe in den Synodalbericht aufgenommen worden, als wäre dieſe Anfrage von der Gemeinde Frohna ſelbſt ausgegangen. Herr Weinhold wünſcht nun, im diesjährigen Synodalbericht dies dahin berichtigt zu ſehen: 1. Daß jene Anfrage in ſeinem eigenen Namen geſchehen ſei. 2. Daß er ſich nicht erin⸗ nere, die Frage ſo geſtellt zu haben: „ob die Privatbeichte um Solcher willen, die ſpäter zur Gemeinde getreten ſind, abzuſchaffen ſei“; weil der Gemeinde Frohna nie ſo etwas in den Sinn gekommen ſei, ſondern es ſich nur darum gehandelt habe, ob die allgemeine Beichte, die neben der Privatbeichte blos geduldet wurde, als mit derſelben in gleichem Recht beſtehend anzuſehen ſei. Die Synode beſchloß, dem Wunſch des Herrn Weinhold zu entſprechen, und dieſe ſeine Erklärung in den diesjährigen Synodalbericht aufzunehmen. Beſetzung verſchiedener Pfarrämter. Die Synode kam dieſes Jahr in nicht geringe Verlegenheit, um den Geſuchen zu genügen, welche von mehreren Gemeinden um Beſetzung ihrer Pfarrämter an ſie gerichtet worden waren, weil gegenwärtig nur wenig amtsfähige Candidaten vorhanden waren. Die Gemeinden, welche um Prediger nachgeſucht hatten, warin folgende: Chicago,*) Lancaſter, Cleve⸗ land, Waſhington City, Louisville, Hancock County, Ind., Grand Rapids, Mich., St. Joſeph, Mo., Pekin, Ill., und eine Filialgemeinde des Hrn. Paſt. Bürger bei Buffalo. Den meiſten dieſer Gemeinden konnten nur ſolche vorgeſchlagen werden, die bereits anderwärts in Aemtern ſtanden, deren Gaben ſie jedoch zu einem größeren Wirkungskreis befähigen. Andern mußte der Rath ertheilt wer⸗ den, ſich des Dienſtes benachbarter lutheriſcher Prediger zu bedienen, oder ſich inzwiſchen ſo lange mit Leſegottesdienſt zu behelfen, bis die Synode im Stande ſei, ihnen einen eigenen Prediger zu verſchaffen. Es ſtellte ſich dabei heraus, wie nöthig wir haben, Gott um treue Arbeiter zu bitten; wie drin⸗ gend es ſich Familienväter angelegen ſein laſſen ſollten, ihre Söhne für den ———————— *) Chicago, Cleveland, Hancock County ſind inzwiſchen verſorgt worden; Grand Rapids hat ſich ſelbſt verſorgt.