# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1851_S177 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 177 — Beſchlüſſe der Synode in Bezug auf obigen Miſſions⸗ Bericht. Weil es nicht möglich ſei, jetzt einen Miſſionar und Dolmetſcher für die Frankenmuth⸗Miſſion anzuſtellen, ſo ſolle den dortigen chriſtlichen Indianern gerathen werden, ſich mit ihren Familien nach einer der Stationen der Miſ⸗ ſionare Auch oder Baierlein zu begeben, wo nicht, ſo möchten die Letzteren für ſie ſorgen. Weil der Anſchlag von 400 Dollars zu einer Wohnung für Miſſionar Auch zu hoch erſcheinen möchte, ſo ſolle derſelbe veranlaßt werden, zu berich⸗ ten, warum kein Haus auf billigere Weiſe herzuſtellen ſei. Die Synode möchte den Anſchlag von $400 auf $300 reducirt wiſſen. In allem Uebri⸗ gen wurde der Miſſionsbericht angenommen. Concordia⸗Collegium. Aus einer Eingabe Herrn Barthels an die Aufſichtsbehörde, die Doti⸗ rung des Concordia⸗Collegiums betreffend, ging hervor, wie kärglich bisher dieſe Anſtalt unterſtützt worden iſt, indem die übrigen zum Synodalverband gehörigen Gemeinden im Verhältniß zur St. Louiſer Gemeinde äußerſt wenig gethan haben. Die Prediger unſerer Synode ſind daher aufzumun⸗ tern, ihre Gemeinden zu größerer Mitwirkung anzuregen, ſie durch Vorhal⸗ tung des göttlichen Wortes williger zu machen, und ſelbſt mit thätigem Exempel voranzugehen. Inſonderheit wurde die Aufſichtsbehörde beauf⸗ tragt, einen Aufruf zur Unterſtützung des Concordia⸗Collegiums im „Luthe⸗ raner“ zu veröffentlichen. Da von Herrn Paſtor Seidel in Neudettelsau $55.00 für die Baucaſſe unſerer Seminare eingeſandt worden waren, und in der Baucaſſe des Concordia⸗Collegii ſich ein Deficit befindet, welches augenblicklich gedeckt werden muß, ſo wurde die Summe von $55.00 für die letztere beſtimmt. Politiſches Zeitungsblatt. Dieſer Gegenſtand kam in Folge eines Antrags von Seiten Herrn Paſtor Grubers zur Berathung. Derſelbe hatte die Errichtung eines mo⸗ natlichen oder halbmonatlichen Blattes, das mit chriſtlichem Inhalt auch politiſche Nachrichten verbände, aus dem Grunde empfohlen, weil der Man⸗ gel eines ſolchen ſelbſt Chriſten, wenn ſie mit den Zeitereigniſſen nicht ganz unbekannt bleiben wollen, nöthige, ſie aus ſolchen Blättern zu ſchöpfen, die das ſcheuslichſte Gift der Gottesläſterung ausſchäumen. Obwohl die Synode von ganzem Herzen damit einſtimmte, daß man der politiſchen Preſſe, die beſonders unter den Händen deutſcher Redacteure alle Religion und Sittlichkeit niederzureißen ſuche, allen Ernſtes entgegen arbeiten müſſe, ſo hielt ſie es doch für unpaſſend, eine Zeitſchrift gemiſchten Inhalts zu errichten; ſie ſprach ſich vielmehr für eine rein politiſche Zeitung aus, die nur vom chriſtlichen Geiſt überwacht werde; denn es handele ſich weniger darum, durch ein ſolches Blatt chriſtliche Geſinnung zu wecken und zu fördern, weil dies die Aufgabe rein chriſtlicher Blätter iſt, als vielmehr Aergerniſſe abzuwenden. Ein Blatt, das keine andere Tendenz hat, als mit den Zeitereigniſſen bekannt zu machen, aber dabei ſich in den Schranken des chriſtlichen Geiſtes hält, würde einen ungleich größeren Leſerkreis finden, als wenn ihm irgend eine religiöſe Tendenz beigemiſcht wäre; indem viele, die 12