# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1851_S175 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 175 — fangen dieſe ſelbſt an, das Lügennetz der Methodiſten zu durchſchauen, und bekommen einen Abſcheu vor ihnen. Dies Letztere iſt ein Troſt für uns, und wir freuen uns namentlich, daß die Sibiwaing⸗Indianer, obwohl ſelbſt Heiden, doch ihre Kinder immer fleißig zur Schule ſchicken, und ein gutes Zutrauen zu dem Miſſionar Auch an den Tag legen. Gott laſſe uns eine gute Frucht von dieſen jungen Pfleglingen ernten. Da nun aber die Shiboyangk⸗Indianer den herzlichen Wunſch aus⸗ geſprochen haben, daß der Miſſionar Auch zu ihnen kommen möge, alſo förmlich eine Berufung von dieſer indianiſchen Chriſtengemeinde an denſelben ergangen iſt, ſo wird der Miſſionar Auch dieſem Rufe folgen und einen Um⸗ zug von ſechs Meilen nicht ſcheuen, um ſeine Wohnung mitten unter ihnen zu haben. Er wird dabei die Sibiwaing⸗Indianer ſelbſt und die Schule daſelbſt nach wie vor im Auge behalten, und es wird ſein Beſtreben ſein, den jungen, ihm jetzt beigegebenen Miſſionsgehülfen Röder anzulernen, daß er ihm bald kräftige Hülfe leiſte und demnächſt als Schullehrer unter den Sibiwaing⸗Indianern wohnen könne. Die Erbauung eines Wohnhauſes in Shiboyangk iſt erforderlich und bereits in Angriff genommen. 3. Station Bethanien. In dem geiſtlichen Zuſtande dieſer Miſſionsſtation hat ſich ſeit letztem Jahre im Ganzen nicht viel geändert. Doch ſind nach den letzten Nach⸗ richten einige der Männer auf halbem Wege, Chriſten zu werden. Das kleine Indianer⸗Gemeinlein, welches auch hier durch den Dienſt des Miſſionar Baierlein geſammelt iſt, iſt von Gott gnädig erhalten und verhältnißmäßig vermehrt worden, ſo daß wir die vollzogene Taufe von elf Indianern, wor⸗ unter ſechs Erwachſene, berichten können. Ja es war unter ihnen eine hun⸗ dertjährige, ganz erblindete Frau, die ſeit ihrer Taufe auf ihrem Schmerzens⸗ lager einen rechten Hunger nach Gottes Wort an den Tag legt. Zur Hilf⸗ leiſtung des Miſſionar Baierlein verweilt noch bei ihm der Herr Eißfeldt, der auch ferner ſeine Kräfte der Miſſion unter den Heiden widmen will. 5. Station Frankenmuth. Da durch den Weggang des Paſtor Crämer von dort die zur Erhaltung einer Miſſionsſtation nöthigen Kräfte nicht mehr vorhanden waren, ſo haben wir den Willen Gottes erkannt, dieſe Station den andern Stationen beizu⸗ geben und ſie als eine eigends für ſich beſtehende aufzulöſen. Es iſt nur die Familie des Indianerdoctors, der mit Sohn und Schwiegerſohn auf dem bisherigen Miſſionslande wohnt, noch mit der Predigt zu bedienen; die Schule hat ſich ſchon zu Paſtor Crämers Zeit von Monat zu Monat ver⸗ ringert und konnte füglich eingehen. Künftighin wird verſucht werden, die ganze Familie zur Ueberſiedelung nach einer andern Station zu vermögen, oder falls dieſelbe nicht erfolgt, wollen die Miſſionare der andern Stationen ſie, ſo oft es möglich iſt, mit der Predigt des göttlichen Wortes verſorgen. Das bisherige Frankenmuther Miſſionsland wird zur Deckung der außer⸗ ordentlichen Bedürfniſſe der andern Stationen verkauft werden, jedoch ſo, daß dem Indianerdoctor, ſo lange er ſich Gottes Wort gefallen läßt, ſein Wohnplatz und Ackerfeld bewahrt bleibt.