# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1851_S167 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 167 — welche derſelbe ſeit dem 6. April 1851 bedient, an welchem Tage derſelbe da⸗ ſelbſt in ſein Amt eingeführt worden iſt. 8. Herrn Paſtor Fürbringer iſt Herr Paſtor Baumgart auf den Ruf der Gemeinde in Elkhorn Prairie, Illinois, im Amte gefolgt, und wurde am 11. Mai 1851 durch Hrn. Paſtor Fick in dasſelbe eingewieſen. V. Melde ich der Ehrwürdigen Synode, daß dem Hrn. Profeſſor Bie⸗ wend von dem Wahl⸗Collegium die Profeſſur der Philoſophie am Concordia Collegium bei St. Louis übertragen iſt. VI. Was die dem Präſes obliegenden Kirchen⸗Viſitationen anbetrifft, ſo bin ich leider durch Kränklichkeit und überhäufte Geſchäfte daran verhin⸗ dert worden. Schließlich habe ich noch der Ehrwürdigen Synode die Mittheilung zu machen, daß der Herr Paſtor Löhe derſelben ſeinen herzlichen Dank für die ihm gewordene Einladung zur diesjährigen Sitzung zugleich mit dem Be⸗ dauern ausſpricht, derſelben nicht beiwohnen zu können. Ehrfurchtsvoll F. Wyneken. Delegation nach Deutſchland. Dieſe wichtige Sache wurde zuerſt als Gegenſtand der Berathung auf⸗ genommen, wiewohl der endliche Beſchluß darüber erſt am Schluß der Sy⸗ node gefaßt wurde. In der am 14. und 15. Mai gehaltenen außerordent⸗ lichen Conferenz des Diſtricts St. Louis war in Folge der abſchläglichen Antwort des Herrn Paſtor Löhe in Baiern, der nach einem Beſchluß der vorjährigen Synode zu einem Beſuch hierher eingeladen worden war, der Vorſchlag gemacht worden, zwei Brüder unſeres Synodalverbandes nach Deutſchland zu ſenden, um auf dieſe Weiſe ein erſehntes Einverſtändniß mit den dortigen Lutheranern, mit denen wir bisher in genauerer Verbindung ſtanden, in Betreff der obſchwebenden Lehrdifferenzen unter Gottes Segen herbeizuführen. Der Präſes der Synode, Paſtor Wyneken, legte nun in einem beſonde⸗ ren Schreiben der Synode dieſe Angelegenheit dringend ans Herz, indem er darauf hinwies, daß uns vor allem dazu das Gebot verbinde: „Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſt durch das Band des Friedens“; daß wir eine ſchwere Verantwortung vor Gott haben würden, wenn wir das uns geſchenkte Licht in den betreffenden Fragen unter den Scheffel ſtellen wollten; daß uns ſchon die Pflicht der Selbſterhaltung nöthige, alles zu thun, um den gänz⸗ lichen Riß abzuwenden, indem die fortdauernde und je länger je mehr wach⸗ ſende Zerrüttung in der lutheriſchen Kirche für uns ſelbſt von den nachthei⸗ ligſten Folgen ſein müſſe; daß unſer großer Mangel an Predigern eine feſtere Verbindung mit den Brüdern in Deutſchland uns zur Nothwendigkeit mache. Daß aber eben jetzt die rechte Zeit ſei und jeder Aufſchub gefährlich werden könne, bewies er damit, weil jetzt noch der Streit über Kirche und Amt als eine offene Frage behandelt werde; nach Abſchluß derſelben würden unſere Bemühungen von keinem oder nur wenig Nutzen ſein, und ein baldiger Abſchluß ſei unter den gegenwärtigen Verhältniſſen der deutſchen Kirche mehr als wahrſcheinlich. Gleichzeitig ging ein Schreiben an die Synode ein, von Dr. Sihler und mehreren anderen Brüdern unterſchrieben, das denſelben Gegenſtand anempfahl, und außer den bereits angeführten Gründen auch dieſe hervor⸗ hob, daß dadurch manche Vorurtheile und falſche Anſichten über unſere Lehre