# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1851_S163 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 163 — hatten 19 die Nichtſendung eines Deputirten entſchuldigt, und ihre ange⸗ führten Gründe wurden ſämmtlich von der Synode als gültig anerkannt. Die Entſchuldigungsſchreiben wurden nicht vorgeleſen, ſondern wegen Zeit⸗ erſparniß einer Committee übergeben. Da mehrere Paſtoren ſich nur münd⸗ lich hatten entſchuldigen laſſen, ſo wurde dies zwar angenommen, aber für die Zukunft von der Synode die Beſtimmung gemacht, daß nur ſchriftliche Entſchuldigungen angenommen werden ſollten, es ſei denn, daß es Je⸗ mandem Umſtände halber nicht möglich geweſen ſei, ſich ſchriftlich zu ent⸗ ſchuldigen. Die Geſammtzahl der jetzt zur Synode gehörigen Mitglieder beträgt, incluſive der Profeſſoren und Gemeinde⸗Schullehrer 92; die Zahl der Pre⸗ diger inſonderheit 77. Es ergibt ſich daraus im Vergleich mit dem letzten Jahr ein Zuwachs von 9 Gliedern, nämlich 7 Paſtoren und 2 Schullehrer. Dagegen hat die Synode den Verluſt eines treuen Arbeiters in ihrem Miſ⸗ ſionsfelde zu beklagen, des Miſſionars Maier von der Station Shiboyangk; das Nähere darüber ſiehe in dem unten folgenden Miſſionsbericht. Einige Aufnahmsgeſuche mußten noch zur Zeit zurückgelegt werden, nämlich: a. Das des Hrn. Johannes Seitz, weil derſelbe gegenwärtig außer Be⸗ ruf iſt, und es demnach conſtitutionswidrig wäre, ihn aufzunehmen. Jedoch ſei ihm unbenommen, ſich der Synode als Schulamtscandidat unter Vor⸗ zeigung gültiger Zeugniſſe vorzuſtellen. b. Das des Hrn. Wilh. Richter, Lehrers in einer Filialgemeinde des Hrn. Paſtor Brauer, weil derſelbe noch nicht das legale Examen beſtanden hat. c. Das des Hrn. Paſtor Schmidt in Cleveland, weil derſelbe nach einer ſpätern Nachricht ſein Paſtorat niedergelegt und eine Profeſſur an einer nichtlutheriſchen Anſtalt in Cleveland angenommen hat, daher erſt von Seiten Hrn. Schmidt's eine nähere Erklärung darüber abzuwarten iſt, ſo wie auch, ob es noch ſeine Abſicht iſt, in die Synode einzutreten. d. Das des Hrn. Paſtor Perlewitz, weil derſelbe die nöthige Vorbildung zum heiligen Predigtamte vorzeitig abgebrochen hatte, obgleich ihm Mittel und Wege geboten waren, ſie gehörigermaßen zu vollenden. Da die Synode zu Verhütung unausbleiblichen Schadens und Aergerniſſes nicht zulaſſen kann, daß die Vorbereitung zum heiligen Predigtamte übereilt werde, ſo wollte ſie dem Paſtor Perlewitz ſein Geſuch um Aufnahme und Ordination nur unter der Bedingung gewähren, daß er die ihm gemachten Vorſchläge zu ſeiner weiteren Ausbildung annehme, und ſich ſpäter einem Examen pro miniſterio unterwerfe. e. Das des Hrn. Paſtor Krauſe, weil ihn diesmal ſeine Kränklichkeit hinderte, zur Synode zu kommen, dieſe aber eine vorherige mündliche Aus⸗ ſprache für wünſchenswerth erachtete. f. Das des Hrn. Paſtor Fr. Eppling in Cincinnati; die Gründe, warum dieſes Geſuch zurückgelegt wurde, ſiehe weiter unten unter dem Titel: India⸗ napolis⸗Synode. Dagegen wurden aufgenommen die Hrn. Paſtoren Klinkenberg, Quaſt, Riedel, Weyel, Dulitz, Steinbach, Nordmann, und die beiden Herren Schul⸗ lehrer Erck und Käppel. Stehende Committeen der Synode. 1. Die Prüfungs⸗Commiſſion, beſtehend aus den Directoren der beiden Seminare, Profeſſor Walther und Dr. Sihler, nebſt dem Präſes der Synode, Paſtor Wyneken.