# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1850_S151 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 151 — 10. Herr Paſtor Löhe iſt freundlichſt erſucht worden, unſerer nächſt⸗ jährigen Synodalſitzung beizuwohnen. 11. Die Zeit erlaubte es nicht, daß ſich die Synode über alle die Lehr⸗ differenzen, welche zwiſchen ihr und der Synode der aus Preußen ausgewan⸗ derten Lutheraner liegen, ſchon diesmal ausführlich beſprechen konnte. Zu gemeinſamer Stärkung im Glauben verglich und beſprach die Synode nur vorläufig folgende Stellen unſerer theuren Bekenntnißſchriften: Augsbur⸗ giſche Confeſſion, S. 5 a (Leipziger Ausgabe), Schmalkaldiſche Artikel, Seite 335, und Apologie der Confeſſion, S. 147 b und 153 b. Die erſtere Stelle beginnt mit den Worten: „Wiewohl die chriſtliche Kirche eigentlich nichts anders iſt, denn die Verſammlung aller Gläubigen und Heiligen“ ꝛc.; in der andern heißt es: „Denn es weiß, Gott Lob! ein Kind von ſieben Jah⸗ ren, was die Kirche ſei, nämlich die Heiligen, Gläubigen und die Schäflein, die ihres Hirten Stimme hören. Denn alſo beten die Kinder: Ich gläube eine heilige chriſtliche Kirche“; in der dritten: „Das rechte Reich Chriſti, der rechte Haufe Chriſti ſind und bleiben allezeit diejenigen, welche Gottes Geiſt erleuchtet hat, ſtärkt und regiert, ob es wohl vor der Welt noch nicht offen⸗ bart, ſondern unterm Kreuz verborgen iſt.“ Und endlich: „Ueber das muß man je bekennen, daß die Schlüſſel nicht einem Menſchen allein, ſondern der ganzen Kirche gehören und gegeben ſind, wie denn ſolches mit hellen und ge⸗ wiſſen Urſachen genugſam kann erwieſen werden. Denn gleichwie die Ver⸗ heißung des Evangelii gewiß und ohne Mittel der ganzen Kirchen zugehört, alſo gehören die Schlüſſel ohne Mittel der ganzen Kirchen, die⸗ weil die Schlüſſel nichts anders ſind, denn das Amt, da⸗ durch ſolche Verheißung jedermann, wer es begehrt, wird mitgetheilet, wie es denn im Werk für Augen iſt, daß die Kirche Macht hat, Diener zu ordiniren. Und Chriſtus ſpricht bei dieſen Worten: Was ihr binden werdet u. ſ. w. Und deutet, wem er die Schlüſſel gegeben, nämlich der Kirchen: Wo zween oder drei verſam⸗ melt ſind in meinem Namen u. ſ. w. Item: Chriſtus gibt das höheſt und letzte Gericht der Kirchen, da er ſpricht: Sags der Kirchen ꝛc.“ Uebrigens wird die Synode ihre Lehre von der Kirche ꝛc. in dem oben erwähnten Buche (ſiehe oben: „Grabau'ſcher II. Synodalbrief“) näher dar⸗ legen und rechtfertigen. Der Entwurf desſelben ſoll der nächſtjährigen Synode zur Einſicht und reſp. Genehmigung vorgelegt und, wenn geneh⸗ migt, zum Druck befördert werden. Uebergabe des Synodal⸗Archivs. Da der bisherige Secretär wegen mehrerer Umſtände zu den diesjähri⸗ gen Sitzungen nicht hatte erſcheinen können, ſo ſtellte er mittelſt Schreibens vom 18. September d. J. an die Synode in Betreff der Uebergabe des Archivs unter Anderem folgende Fragen: 1. Ob die Synode es nicht für zweckmäßiger halte, die Documente, welche zum Fort Wayner Seminar gehören, als: die Schenkungsurkunde und zwei Kaufbriefe, — welche er nach Cap. VI, Lit. C. § 6. in Verwah⸗ rung zu nehmen hatte, — der Direction des Seminars ſelbſt zur Verwah⸗ rung zurückzugeben, da durch die Verſendung und Entfernung derſelben möglicherweiſe Nachtheil oder Verlegenheit entſtehen könnte. 2. Ob die Synode den Charter, welcher für dieſe Anſtalt bei der Geſetz⸗ gebung von Indiana ausgewirkt worden iſt, billige, und genehmige, daß die