# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1850_S135 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 135 — Sie empfiehlt den Predigern unſeres Verbandes, die Miſſionare mit wichtigen kirchlichen Schriften zu verſorgen, da ihnen die Mittel fehlen, ſich ſelbige anzuſchaffen. C. Joh. Hermann Fick, d. Z. Präſes. Auguſt Crämer, Secretär. Friedr. Wilh. Barthel, Caſſirer. (NB.) Die Synode bittet die Leſer, die Wünſche der Commiſſion wohl zu be⸗ herzigen. Conferenz⸗Protokolle. Von den im Laufe des vergangenen Synodaljahrs an den Präſes ein⸗ gereichten Protokollen der Paſtoral⸗Conferenzen ſind bereits einige durch den Druck veröffentlicht worden. Die jetzt noch vorliegenden wurden zuvor ver⸗ ſchiedenen Committeen zur Berichterſtattung übergeben und dann vor der Synode beſprochen. Die Paſtoralconferenz des St. Louis Diſtricts hat ſich ſehr ſegensreich erwieſen. Sie wurde abgehalten zu St. Louis vom 12—16. October 1849. Es waren dabei 17 Prediger und einige der Herren Schul⸗ lehrer anweſend. Unter Anderm beſchäftigte ſich die Conferenz mit der Prü⸗ fung des Candidaten Reisner (die zu ihrer Zufriedenheit ausfiel), verabfaßte einen Troſtbrief an Herrn Paſtor Kalb und das Antwortſchreiben auf die Zuſchrift der evang.⸗lutheriſchen Miſſionen in Oſtindien, beurtheilte das von Herrn Paſtor Schieferdecker überarbeitete Büchlein: „Nützliches Anden⸗ ken für Confirmirte (nach Hiller)“, das ſie für gut befand und deſſen Druck ſie der Synode zu empfehlen beſchloß. Es wurde auch beſchloſſen, daß die Herren Paſtoren Beiſpiele von dem wunderbaren Walten Gottes in unſerer Zeit ſammeln und, in Schrift verfaßt, dem Secretär zur Aufbewahrung übergeben ſollten. Endlich ſprach die Conferenz ihre Anſicht über die Löhe⸗ ſchen Aphorismen aus. — Was nun das von Herrn Paſtor Schieferdecker überarbeitete Büchlein für Neuconfirmirte betrifft, ſo beſchloß die Synode, daß ſolches in ihrem Namen ſobald als möglich zum Druck befördert werde. Die Glieder der Michigan⸗Conferenz waren im vorigen Jahre vom 1—3. October zu Frankenmuth verſammelt. In ihrem Protokolle ſprechen ſie zunächſt ihre Anſicht darüber aus: wie ein Prediger in der öffentlichen und Privatſeelſorge am geſegnetſten wirken könne. Sie be⸗ ſchränkt dieſe weitumfaſſende Frage zuerſt auf die rechte Predigtweiſe und hält dafür, daß der Prediger das Wort in aller Einfalt rede, die reine Lehre verkündige, Geſetz und Evangelium recht ſcheide, keins von beiden ausſchließ⸗ lich treibe und es nach dem Bedürfniß der Zuhörer richtig anwende. Sie ſtellt dabei die Anſicht auf: „man müſſe ſich der Sorge um den Effect ſeiner Predigt gänzlich entſchlagen; jeder planmäßig ſelbſt gemachte Erfolg (Me⸗ thodismus) ſei als Veruntreuung der göttlichen Gnadengüter zu betrachten; nach Erfolg predigen heiße nichts Anderes, als dem HErrn das Gericht neh⸗ men, das er ſich doch ſelbſt vorbehalten hat; der Prediger habe alſo auf den Effect ſeiner Predigt durchaus nicht zu achten, ſondern das nur müſſe ſeine ernſte Sorge ſein, daß er Gottes Wort lauter und rein predige und ſeine eigene Seele alſo rette“. — Obwohl nun die Synode zugibt, daß der Erfolg der Predigt allein aus der Kraft des Wortes, das Geiſt und Leben iſt, her⸗ kommt, ſo hält ſie eine Berechnung des Erfolgs doch keineswegs für verboten; denn es iſt der Beruf des Predigers zu überreden (Act. 18, 4., ſiehe den