# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1850_S134 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 134 — geziert, welches auf dem Huron See und von der Saginaw Bay aus bereits in großer Entfernung geſehen werden kann. Der Bau eines Wohnhauſes iſt dringend nothwendig, ebenſo die Einzäunung des Miſſionslandes, wel⸗ ches etwa $20.00 koſten würde. Wie es heißt, werden im nächſten Früh⸗ ling noch zehn Perſonen von Canada aus auf dieſer Station erwartet. Der Dolmetſcher heißt Jakob Graverath, welcher ſein Amt zur Zufrie⸗ denheit der Miſſionare verſieht und wenigſtens das Beſtreben hat, treu zu ſein. Jenſeits der Bay, am Fluſſe Soble, wohnen noch ſieben Familien, die aber dem Laſter der Trunkenheit ſo ſehr ergeben ſind, daß des Miſſionars Bemühungen an ihnen bis jetzt vergeblich waren. Am Fluſſe Occrai wohn⸗ ten 50—60 Indianer, welche bereits unſere Miſſionare um einen Lehrer gebeten hatten und ſich ſehr empfänglich für das Evangelium zeigten. Leider ſind ſie aber jetzt zum Methodismus verführt und bereits zum größern Theil fortgezogen. Nur zwanzig Indianer blieben treu, welchen von unſern Miſſionaren der Rath gegeben iſt, nach Shiboyangk zu ziehen. 3. Bethanien. Wie ein Brief des Miſſionars Baierlein vom 18. September zeigt, ſo war derſelbe leider zehn Tage ununterbrochen krank und bettlägerig. Da ſeine Geſundheit überhaupt ſehr wankend iſt, ſo ſchlägt die Miſſions⸗Com⸗ miſſion einer ehrw. Synode vor, ihm einen Gehülfen zuzugeben. Die dortige Gemeinde hat ſeit Neujahr 1850 einen erfreulichen Zu⸗ wachs von acht Getauften, nämlich ſieben Erwachſenen und einem Knaben. Eine römiſch⸗katholiſche Perſon wird gegenwärtig unterrichtet. Zum Got⸗ tesdienſte kommen etwa 15—20 Indianer, Schulkinder kommen 8—10, oft⸗ mals waren ihrer nur 2—3. Methodiſten und Branntweinhändler üben einen höchſt verderblichen Einfluß auf die armen Indianer. Etat für das halbe Jahr vom 1. Juli 1850 bis 1. Januar 1851. Sibiwaing und Shiboyangk $320.00, Bethanien $200.00, Franken⸗ muth (mit 7—8 Schulkindern, die nun bald durch den Ertrag des dortigen Miſſionslandes werden unterrichtet werden) $80.00. Die Commiſſion empfiehlt einer ehrw. Synode, die von der Synodal⸗ caſſe entlehnten $200.00 der Miſſionscaſſe noch länger zu borgen. Sie empfiehlt der Gemeinde unſeres Verbandes, unſere Miſſion auch mit Kleidungsſtücken für die indianiſchen Kinder zu unterſtützen. Sie räth dem künftigen Präſes der Miſſions⸗Commiſſion, mit den Miſſionaren einen fleißigen und brüderlichen Briefwechſel zu pflegen, wie die Berichte derſelben treulich zu beantworten, und ſie dadurch in ihrem ſchweren Amte zu ermuntern. Sie empfiehlt einer ehrw. Synode auf's dringendſte die Unterſtützung der lutheriſchen Gemeinde in Saginaw City, damit dieſelbe in den Stand geſetzt werde, ein eigenes Kirchlein zu erbauen. Dort werden nämlich den Indianern ihre Jahrgelder ausbezahlt, es wäre alſo von der größten Wich⸗ tigkeit für unſere Miſſion, wenn dort eine lutheriſche Gemeinde ſich gründete, weil dieſe den ſegensreichſten Einfluß auf die Indianer würde ausüben können.