# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1850_S133 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 133 — b. Anſtatt der bisher alljährlich ausgeſendeten Reiſeprediger ſollen zwei Colporteure, einer in New York und einer in New Orleans, angeſtellt werden, denen zugleich zur Pflicht zu machen, ſich an ſolche Männer in Hamburg, Bremen und Havre zu wenden, die willig ſind, ihnen von uns überſandte kleine Tractate u. ſ. w. unter den Aus⸗ wanderern zu verbreiten. c. Jedem Prediger unſeres Verbandes wird es zur Pflicht gemacht, ſo viel er kann und ſoweithin als es ihm möglich, in der Umgegend ſeiner Gemeinde durch Predigen, Verkauf von Tractaten u. ſ. w. für die Ausbreitung der Kirche zu wirken. Geſchieht dies, dann fällt die Laſt des Miſſionirens nicht Einer Gemeinde und Einem Prediger allein zu, der Synodalcaſſe werden die bedeutenden Reiſekoſten erſpart und auch dem Uebelſtande wird vorgebeugt, daß die neugegründeten Gemeinden ſo iſolirt ſtehen, ohne den natürlichen Halt und die nähere Beziehung zu einer Muttergemeinde zu haben. Heiden⸗Miſſion. Folgender Bericht der Miſſions⸗Commiſſion ſoll, zufolge Beſchluſſes der Synode, hier mitgetheilt werden: Wenn wir auf das verfloſſene Synodaljahr zurückblicken, ſo haben wir in der That die dringendſte Urſache, den HErrn zu loben und zu preiſen dafür, daß er ſo Großes an uns gethan hat. Er hat die treue Arbeit ſeiner Knechte in dem ſchwierigen Miſſionswerke geſegnet, ſo daß ſie eine Anzahl von Seelen durch die heilige Taufe in ſein Reich aufnehmen durften. Er hat auch unſerer Synode zwei neue Stationen zugeführt, nämlich Sibiwaing, mit Herrn Miſſionar Auch, und Shiboyangk, mit Herrn Miſſionar Maier. Der HErr wolle auch ferner unſer Miſſionswerk zum Segen vieler Heiden gedeihen laſſen. 1. Sibiwaing. Dieſe Station, unter Leitung des Herrn Miſſionar Auch, beſitzt achtzig Acker Land, wofür der Deed aber noch nicht ausgeſtellt iſt, ein Wohnhaus und Schulhaus. Die Schule zählt von 8—16 Schüler. In der Nähe ſind über 100 noch heidniſche Indianer, denen es von ihrem Häuptling ver⸗ boten iſt, Chriſten zu werden. Jedoch iſt der Häuptling und ſeine Bande in der letzten Zeit den Miſſionaren günſtiger geworden und ſendet die Kinder ziemlich regelmäßig in die Schule. Sehr wünſchenswerth wäre es, wenn die Kinder ganz in die Pflege des Miſſionars genommen werden könnten, ſo daß ſie in ſeinem Hauſe mitwohnten, indem ſie auf dieſe Weiſe eine chriſtliche Erziehung genöſſen. Dann müßten ſie freilich auch geſpeiſ't und gekleidet werden, wodurch die Koſten aber um $50—100 jährlich erhöht würden. — Der Dolmetſcher von Shiboyangk wird auch auf dieſer Station benutzt. 2. Shiboyangk. Dieſe Station ſteht unter Leitung des Herrn Miſſionar Maier. Die dortige aus Indianern geſammelte chriſtliche Gemeinde beſteht aus etwa vierzig Getauften, welche im Ganzen ſich dem Worte Gottes willig unter⸗ werfen. Dieſe Station hat nur ſechs Acker Land und eine Kirche, welche am 30. Auguſt d. J. eingeweiht iſt. Dieſelbe iſt mit einem ſchönen Kreuze