# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1850_S132 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 132 — a. Aus der St. Louis Gemeinde⸗College⸗Caſſe werden erwartet.................$ 264.00 b. Aus der Caſſe des „Lutheraner“ von dem am Schluſſe des 6ten Jahrgangs verbliebenen Ueberſchuß.............................................................. 250.00 c. Aus der Kirchhofs⸗Caſſe der Gemeinde von St. Louis........................ 200.00 d. Aus der Geſangbuchs⸗Caſſe der Gemeinde von St. Louis.................... 225.00 e. Aus der Synodal⸗Caſſe ................................................................... 145.00 ______ Summa.....................................................................................$1084.00 Innere Miſſion. Beſucher, Verſorgung predigerloſer Gemeinden ꝛc. Die Herren Paſtoren Fricke und Johannes, welche im vorigen Jahre von der Synode beauftragt worden waren, die hier im Lande zerſtreu⸗ ten und verlaſſenen Glaubensgenoſſen, namentlich die in Cincinnati und den Anſiedelungen der weſtlichen Staaten, aufzuſuchen und wo möglich rein lutheriſche Gemeinden unter ihnen zu gründen, haben leider ihrem Auftrage nicht nachkommen können. Dagegen beſuchte Herr Paſtor Sievers, im Auftrage der Synode, im April d. J. die Stadt Cincinnati nebſt Umgegend, und Herr Paſtor Gräbner die deutſchen Lutheraner am Grand River. Als Herr Paſtor Sievers nach Cincinnati kam, fand er zu ſeiner Freude, daß Herr Paſtor Wichmann daſelbſt, über das unlutheriſche Weſen der ver⸗ einigten proteſtantiſchen Gemeinden bekümmert, von der vereinigten Zions⸗ gemeinde (die er bisher bedient hatte) mit einem Theile derſelben ausgeſchie⸗ den und ſchon im Begriff war, ſeine neugebildete (Dreieinigkeits⸗) Gemeinde auf den Grund des lautern Wortes Gottes zu bauen. Dieſes ſein Beſtre⸗ ben erklärte derſelbe ihm gleich am erſten Tage ihres Beiſammenſeins und ſo entſchloß ſich Herr Paſtor Sievers, mit dem Herrn Paſtor Wichmann im Bunde, deſſen ſchon beſtehende, ſich empor arbeitende Gemeinde ſtärken und pflegen zu helfen. Er ſpricht in ſeinem Berichte die Ueberzeugung aus, daß unter dem großen Haufen der Lutheraner in Cincinnati viele redliche Leute ſeien, die nach einer rein lutheriſchen Gemeinſchaft Verlangen trügen. Was den Bericht des Herrn Paſtor Gräbner betrifft, ſo lautet derſelbe nicht ſo erfreulich. Der Berichterſtatter ging zuerſt nach Lanſing, fand daſelbſt aber nur wenige, gegen das Wort Gottes gleichgültige lutheriſche Familien, und da er zugleich in Erfahrung brachte, daß die Deutſchen am Grand River Katholiken wären, ſo reiſ'te er nicht weiter, ſondern kehrte nach vieler vergeblicher Mühe wieder zu ſeiner Gemeinde zurück. Auch in dieſem Jahre hatten ſich mehrere Gemeinden um treue und tüchtige Seelſorger an die Synode gewendet; leider aber fehlte es immer noch an Kräften, dem Verlangen aller nachzukommen. Doch iſt der Präſes be⸗ auftragt worden, für die möglichſt baldige Beſetzung der vacanten Pfarr⸗ ſtellen Sorge zu tragen. Sich der armen Glaubensgenoſſen — namentlich derer, die erſt ein⸗ wandern, oder ſolcher, die an Orten ſich befinden, wo ſie mit der reinen Pre⸗ digt des göttlichen Wortes zur Zeit noch nicht bedient werden — ſo viel als möglich annehmen zu können, hat die Synode folgende Beſchlüſſe gefaßt: a. Es ſoll eine Schrift: „Kirchlicher Wegweiſer für einwan⸗ dernde Lutheraner“ abgefaßt werden, worin unter Anderem enthalten ſein ſoll: eine Warnung vor den vielen gefährlichen Secten Ame⸗ rika's, eine kurze Darlegung der Kennzeichen derſelben, eine Anwei⸗ ſung, wo Lehrer und Gemeinden des reinen Bekenntniſſes zu finden ꝛc.