# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1849_S89 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 89 — Verhältniſſe wegen, zweifelhaft ſein dürfte, — daß jedoch die Unterhaltungs⸗ koſten der Station nicht zu beträchtlich ſein würden, als daß die Synode deswegen großes Bedenken tragen müßte, dieſelbe zu übernehmen. Die Synode beſchloß in Folge dieſer Mittheilungen, nach dem Vorſchlage der Commiſſion eine Committee zu ernennen und mit der nöthigen Vollmacht zu verſehen, die Angelegenheit mit den Miſſionaren Auch und Maier zu ord⸗ nen, ſobald ſich dieſelben zur Aufnahme in unſern Synodalverband melden ſollten, und beſtellte dazu die Paſtoren Crämer, Sievers und Gräbner. Bei der Berathung über die Bedürfniſſe der Miſſionsſtationen Franken⸗ muth und Bethanien ſtellte ſich namentlich die Nothwendigkeit, aber auch zu⸗ gleich die Unzulänglichkeit der Dolmetſcher im Verkehr mit den Indianern heraus. Es ſchien der Synode höchſt wünſchenswerth, daß die Miſſionare ſelbſt der betreffenden Indianerſprache möglichſt mächtig und daß Indianer⸗ knaben für den Dienſt der Miſſion herangebildet werden möchten. Im Fall die Miſſionare Auch und Maier in unſern Synodalverband treten ſollten, glaubte die Synode ſie dringend auffordern zu müſſen, ſich mit allem Fleiß auf die Erlernung der Indianerſprache zu legen. Conferenz⸗Protokolle. Zu den Gegenſtänden, welchen die Synode eine beſondere Aufmerkſam⸗ keit widmete, gehören auch die Protokolle der Predigerconferenzen des zweiten Diſtricts, Chicago, und des ſechsten Diſtricts, New York. Die Verhand⸗ lungen einiger andern im letzten Jahr abgehaltenen Conferenzen waren be⸗ reits im „Lutheraner“ mitgetheilt worden. Da aber bisher nicht regelmäßig von allen Conferenzen die betreffenden Protokolle eingeſandt worden ſind, ſo beſchloß die Synode, daß es die Pflicht einer jeden zu ihr gehörenden Con⸗ ferenz ſein ſolle, ihre Verhandlungen in gehöriger Form an die Synode ein⸗ zuſenden. — Die Conferenz des zweiten Diſtricts, Chicago, hielt ihre Sitzungen am 2. November 1848 in Milwaukee, Wisc., — anweſend waren die Paſtoren Keyl, Brauer und Selle, denen ſich noch Hr. Paſtor Böhm zugeſellte. — Der nächſte Gegenſtand ihrer Beſprechung war der Zuſtand der betreffenden Gemeinden, ſowie die Mittel, denſelben zu erkennen und zu verbeſſern. Daß letzteres namentlich durch den Dienſt am Wort geſchehen müſſe, ward von der Conferenz als ſich von ſelbſt verſtehend angenommen. Dabei weiſ't ſie darauf hin, daß bei etwaigen Hausbeſuchen die Unterhaltung vornehmlich aufs religiöſe Gebiet gebracht werden müſſe. — Dies veranlaßte nun mehre Synodalglieder, ihre Erfahrungen und Anſichten in dieſer Beziehung mitzutheilen, — wobei ſich herausſtellte, daß dem Prediger dringend zu empfehlen ſei, ſich überhaupt unnöthiger Haus⸗ beſuche zu enthalten und im Umgange mit Gemeindegliedern ſich auf der einen Seite vor unnützen weltlichen Geſprächen, auf der andern aber auch vor aller affectirten religiöſen Unterhaltung zu hüten. Bei dieſer Gelegenheit entſtand die Frage, was der Prediger zu thun habe, wenn in ſeiner Gemeinde bei Hochzeiten und dergl. getanzt werde. Die Synode war der Anſicht, daß es von dem Zuſtande der Gemeinde ab⸗ hange, wie der Prediger in dieſer Hinſicht zu verfahren habe. Sei die Ge⸗ meinde im Ganzen noch roh und wild, und gehöre das wüſte Tanzen in Wirthshäuſern mit zu ihren böſen Stücken, ſo müſſe auch darüber gelehrt und gepredigt werden; ſei ſie dagegen ſchon mehr unter der Zucht des göttlichen Wortes, und komme das Tanzen nur in einzelnen Familien