# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1849_S86 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 86 — Aufſicht der Synode zu ſtellen. Darauf hat die Miſſionscommiſſion in dieſem Jahre eine von dem Collegium der evangeliſch⸗lutheriſchen Miſſion zu Leipzig und dem Herrn Pfarrer Löhe unterzeichnete Abtretungs⸗Urkunde erhalten, in welcher ſie erklären: „daß ſie die Leitung der deutſch⸗lutheriſchen Miſſionsſtationen in Michigan der Synode von Miſſouri, Ohio und anderen Staaten übertragen, in der Erwartung, daß ſie zur Förderung des dort angefangenen Miſſionswerkes Alles thun werde, was in ihren Kräften ſteht“ ꝛc. Auch mit dem Verwaltungs⸗Ausſchuſſe des proteſtantiſchen Central⸗Miſſions⸗ Vereins für Baiern war die Miſſionscommiſſion im Auftrage der Synode in Briefwechſel getreten, und hat von demſelben im Laufe des verfloſſenen Synodaljahrs zwei Schreiben erhalten. Die Commiſſion bedauert zwar, daß der Central⸗Miſſions⸗Verein das Geſuch, auf Grund des Einen Be⸗ kenntniſſes mit uns in brüderlicher Gemeinſchaft zuſammenzuwirken, verwei⸗ gert; die Synode erkannte jedoch, daß der Centralverein, als ſolcher, nicht wohl anders handeln könne, ſprach indeß die Hoffnung aus, daß bei den jetzigen freiern bürgerlichen Verhältniſſen in Deutſchland die lutheriſchen Mitglieder jenes Vereins aus demſelben austreten und ſich als ein rein lutheriſcher Miſſionsverein conſtituiren werden. Die Commiſſion theilt ferner mit, daß ihr Secretär in Erfahrung gebracht habe, daß die Miſſionare Auch und Maier, welche früher mit der evangeliſch⸗lutheriſchen Synode von Michigan in Verbindung ſtanden, den Entſchluß ausgeſprochen haben, ſich an unſere Synode anzuſchließen. In Beziehung auf die Miſſion im Weſten hat der Vorſitzer der Com⸗ miſſion ſich um genauere Nachrichten bemüht. So viel er in der Super⸗ intendentur für die indianiſchen Angelegenheiten in St. Louis erfahren konnte, ſind unter den an den Grenzen von Miſſouri und Jowa wohnenden Indianerſtämmen von den Secten bereits Miſſionsſtationen errichtet. Die⸗ jenigen Stämme, welche noch keine Miſſionsſtationen in ihrer Mitte haben, wie die Kickapoos und einige andere, haben ſich entſchieden gegen alle Miſſion erklärt. Was Oregon betrifft, ſo iſt der früher dort herrſchende Krieg jetzt beendet. Vorſchläge. Die Synode möge erklären, daß ſie die lutheriſchen Miſſionsſtationen in Michigan und die Sorge für die Unterhaltung derſelben übernehmen wolle. Die Bedürfniſſe derſelben ſind folgende: A. Frankenmuth. Die Koſten für die halbjährliche Erhaltung dieſer Station ſind: 1. Der Lohn eines Dolmetſchers ................................................. $150.00 2. Der Lohn einer Magd ...................................................... 12.00 3. Der Lohn eines Arztes ...................................................... 5.00 4. Beitrag zum Unterhalt von 10—12 Kindern, welche außerdem auch von der dortigen evang.⸗lutheriſchen Gemeinde unterſtützt werden ........... 50.00 ——————— Summa ........................................................ $217.00 B. Bethanien. Die Station Bethanien hat gegenwärtig über 100 Dollars Schulden; doch meint Herr Miſſionar Baierlein, daß dieſe von Deutſchland aus gedeckt werden ſollen, da er den Etat darüber ſchon vor einigen Monaten ein⸗ geſandt hat.