# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1849_S80 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 80 — Ein ſchönes Zeugniß, daß der Genannte auch nicht vergeblich gearbeitet hat, gibt unter andern eine vortreffliche Gemeindeordnung, welche inſonderheit in der Gemeinde desſelben, die ſich an die Synode angeſchloſſen hat, nicht nur auf dem Papier ſich befindet, ſondern unter den unterzeichneten Gliedern mehr und mehr zur lebendigen That wird. Von der Thätigkeit unſeres ehr⸗ würdigen Herrn Seniors, des Paſtor Löber, ſo viel hier zur Ehre Gottes zu erzählen wäre, iſt unnoth der Synode zu berichten, da es bekannt iſt, wie es dieſes erfahrenen Knechtes des HErrn Freude iſt, ſeine Kräfte im Dienſte der Kirche zu verzehren. Nur das Eine kann hier nicht unerwähnt bleiben, daß nemlich der Genannte trotz der großen Arbeitslaſt, die ihm ſchon ſein Pfarr⸗ amt auflegt, und trotz ſeines vorgerückten Alters und der durch die vielen Strapazen herbeigeführten Körperſchwäche an unſerem d. Z. in Altenburg, Perry County, Mo., befindlichen theologiſchen Seminar mit ſeinem Gym⸗ naſium mit voller Hingebung und Aufopferung die Arbeit der friſcheſten Kraft eines Jünglings thut, ohne auch nur einen Cent Gehalt dafür zu ziehen. Der dankbarſten Anerkennung dieſes von Seiten der Synode ver⸗ ſichert, kann der Unterzeichnete hierbei nur den Wunſch zu Gott ausſprechen, daß eine reiche Ernte, die die Kirche einſt von dieſer Arbeit der Liebe halte, das mühevolle Werk des treuen Dieners kröne. VI. Während der Sitzungen der Synode im vorigen Jahre wurden von derſelben die Paſtoren Bünger und Ernſt dazu beſtimmt, das Beſucher⸗ amt für die Zwecke der innern Miſſion im Laufe des verfloſſenen Synodaljahres zu übernehmen. Leider! hat keiner von den beiden lieben Amtsbrüdern dem Wunſche der Synode entſprechen können. Die Verhält⸗ niſſe in den Gemeinden des Paſtor Ernſt waren der Art, daß ſelbiger offen⸗ bar ohne Gefährdung der eigenen Gemeinden dieſelben nicht verlaſſen und anderwärts dienen konnte. Warum Paſtor Bünger den erhaltenen Auftrag nicht erfüllen konnte, hat er ſelbſt in einem Schreiben an die Synode aus⸗ einandergeſetzt. Damit nun doch etwas geſchehe für unſere der Wohlthaten des heiligen Predigtamtes entbehrenden, inſonderheit in dem Weſten zerſtreut wohnenden Glaubensgenoſſen, ſo hat auf Vorſchlag der Predigerconferenz des St. Louis Diſtricts Paſtor Lochner noch Anfang November vor. Jahres eine Reiſe zu dieſem Zwecke gemacht und die Städte Galena und Warſaw in Illinois, und Dubuque, Davenport, Bloomington, Burlington, Jowa City und Keokuk im Staate Jowa beſucht. Die Reſultate dieſer Reiſe ſind bereits durch unſern „Lutheraner“ veröffentlicht worden. Auch die in dieſem Blatte bereits angezeigte Verſorgung der Gemeinden zu Warſaw und Keokuk mit einem lutheriſchen Prediger durch die Synode iſt in Folge jener Beſuchs⸗ reiſe geſchehen. Es hat ſich immer mehr herausgeſtellt, wie wichtig es ſei, daß die Synode das weite Feld der innern Miſſion nicht unbeſtellt laſſe. VII. In Betreff der Angelegenheiten der Indianermiſſion ver⸗ weiſ't der Unterzeichnete auf den erfreulichen Bericht, welchen unſere Miſ⸗ ſions⸗Commiſſion zu erſtatten hat. VIII. Was die Predigerconferenzen betrifft, ſo ſind vom ver⸗ floſſenen Jahre die Protokolle nur aus drei Diſtricten, dem St. Louis⸗, Fort Wayne⸗ und New York⸗Diſtrict, an das Präſidium eingeſendet und die der beiden erſten bereits durch den „Lutheraner“ veröffentlicht worden; das der letztgenannten liegt für die Synode zur Durchſicht bei. IX. Es gereicht dem Unterzeichneten zu beſonderer Freude, daß der „Lutheraner“ endlich durch Vermittelung unſeres hochverehrten Herrn Paſtors Löhe einen tüchtigen Correſpondenten im alten Vaterlande an Hrn. Paſtor Wucherer in Nördlingen in Bayern, dem vormaligen Redacteur