# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1849_S73 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) — 73 — reſp. beſchicken wollen; doch glaubt ſie, daß wenigſtens alle möglichen Anſtrengungen dazu gemacht werden ſollten, da ſie durch den wohlthätigen Eindruck und Einfluß des brüderlichen Beiſammenſeins und Zuſammenwir⸗ kens reichlich belohnt werden. Die Synode hielt im Ganzen neunzehn öffentliche Sitzungen; außer⸗ dem mehre Miniſterial⸗Conferenzen, Committee⸗Berathungen und ſonſtige Zuſammenkünfte. Viermal wurde während dieſer Synodalzeit Sonntags⸗ Gottesdienſt und viermal Abend⸗Gottesdienſt gehalten. Die Synodal⸗ ſitzungen ſelbſt wurden, nach der frühern Ordnung, in der Weiſe eröffnet, daß zu Anfang der Morgenſitzungen ein paſſender Geſang geſungen, darauf durch einen der Prediger ein Kapitel aus den Paſtoralbriefen, nach deren Beendigung aus der Apoſtelgeſchichte vorgeleſen und in einem Gebete der gnädige Beiſtand und Segen Gottes erfleht wurde. Zu Anfange der Nach⸗ mittagsſitzungen fand, nur mit Weglaſſung des Geſangs, dieſelbe Ordnung ſtatt. Den Schluß der Sitzungen machte jedesmal das Gebet des HErrn. Während dieſer dritten Synodalverſammlung wurden ſechszehn Ge⸗ meinden auf ihr ſchriftliches Geſuch in unſern Synodalverband aufgenom⸗ men, ſo, daß jetzt ſechsunddreißig ſtimmberechtigte Prediger und ſechs⸗ undfünfzig einzelne Gemeinden zur Synode gehören; — und dreizehn Prediger und drei Schullehrer traten als neue Mitglieder ein. — Hiebei wurde zweimal ein Colloquium für nöthig erkannt und vor der Synode abgehalten. — Mehre Prediger, die ſchriftlich um ihre Aufnahme nach⸗ ſuchten, wurden deswegen nicht aufgenommen, weil gewiſſe Bedenken gegen ſie vorlagen, die ohne ihre perſönliche Erſcheinung vor der Synode nicht gehoben werden konnten. Die Synode hatte bei dieſer ihrer Verſammlung das gute Glück, von ſtreitſüchtigen Zuſchriften verſchont zu bleiben; dagegen lagen mehre andere, zum Theil ſehr wichtige Eingaben vor, welche eine ſorgfältige Prüfung und Berathung von Seiten der Synode nöthig machten. Erſt wenn die Sachen vor der ganzen Synode genugſam verhandelt waren, ernannte der Präſes, wo es nöthig war, beſondere Committeen, um das Ergebniß der Verhandlungen gleichſam auf⸗ und abzufaſſen. Ehe wir nun zur Mittheilung der verſchiedenen, theils im Protokoll, theils in den betreffenden Committeeberichten enthaltenen Gegenſtände übergehen, machen wir den Leſer auf die Synodalrede des Vicepräſes und auf den Jahres⸗ bericht des Präſes aufmerkſam. Synodalrede. Im Namen des heiligen, hochgelobten dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geiſtes. Ehrwürdige, in Chriſto geliebte Amts⸗ und Glaubensbrüder! So ſind wir denn nach dem Ablauf des zweiten Synodaljahres wie⸗ derum verſammelt, um, als vor dem Angeſicht unſeres Gottes und unter dem gnädigen Beiſtand ſeines Heiligen Geiſtes, ferner gemeinſam zu bedenken, zu berathen und zu beſchließen, was dem HErrn, unſerem Gotte zur Ehre, und der Kirche, wie jeder einzelnen Gemeinde zu Nutz und Frommen gereiche. Blicken wir aber zuvörderſt auf das letzte Synodaljahr zurück, ſo muß unſer Herz billig zu Dank und Freude hoch bewegt werden. Denn zunächſt iſt es durch die Gnade Gottes alſo ergangen, daß wir in ungetrübter Einigkeit des Geiſtes verharrt ſind, daß von keiner Seite dieſe Einigkeit irgendwie geſtört und getrübt wurde, weder durch Aufkommen fal⸗