# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1848_S52 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) hatte, und bei dieſen auch meiſtens noch große Gleichgültigkeit gegen ihre Lehre und Kirche, während die Mehrzahl der deutſchen Einwanderer aus Katholiken, Unirten und Methodiſten beſtand. Doch bot ſich ihm oft Ge⸗ legenheit dar, mit einzelnen und mehreren unſrer Glaubensgenoſſen zu ver⸗ kehren, und das Verlangen, durch einen lutheriſchen Prediger mit Wort und Sacrament bedient zu werden. Auch hat er auf Verlangen an verſchiedenen Orten gepredigt und mehrere Kinder getauft, und überhaupt durch Beleh⸗ rung und Ermahnung gewiß in manchem Herzen einen heilſamen Eindruck zurückgelaſſen. Insbeſondere aber hat er in ſorgfältiger Erkundigung nach den kirchlichen Verhältniſſen der Bewohner jener Gegenden und in fleißiger Sammlung von Notizen über dieſelben löblichen Eifer bewieſen. Die Committee ſchlägt in ihrem Berichte der Synode vor, den Paſtor C. Fricke, im Fall ihn die Synode auf's neue als Beſucher ausſenden ſollte, mehr als zwei Monate auf dieſe Beſuchsreiſen verwenden zu laſſen, wenn ſein Amt unterdeſſen von einem der benachbarten Prediger verſehen werden könne; ferner, daß bei den künftigen Beſuchsreiſen auch der Staat Miſſouri mit in's Auge gefaßt werde, und endlich, daß der Beſucher im Charakter eines Miſſionärs ausgehen möge, damit er in den einzelnen Anſiedelungen längere Zeit bleiben und alsbald Gemeinden gründen könne. Die Frage nun, ob die Synode das Recht habe, einen Prediger zu dem Zwecke förmlich zu berufen, daß er die zerſtreuten Lutheraner dieſes Landes aufſuche und ſie mit Wort und Sacrament bediene, wurde Gegenſtand langer und vielſeitiger Beſprechnng. Während Einige dieſes Recht für die Synode in Anſpruch nahmen, wurde von anderer Seite darauf aufmerkſam gemacht, daß der Beruf zum Predigeramt unter bereits Getauf⸗ ten die Gewalt gebe, die Rechte des geiſtlichen Prieſterthums der Zuhörer⸗ ſchaft im öffentlichen Amte auszuüben, daß daher eben nur die betreffenden Zuhörer, entweder ſelbſt oder durch dazu von ihnen eigens Beauftragte, einen gültigen Beruf zur Amtsverwaltung unter ihnen geben könnten; ein Be⸗ ſucher dürfe daher nur ſo weit ſich zur Arbeit unter den zerſtreuten, verlaſ⸗ ſenen Lutheranern berufen anſehen, als ihm dazu das Gebot der Nächſten⸗ und Bruderliebe und der Auftrag der Synode, dieſe auch ihr obliegende Pflicht an ihrer Statt erfüllen zu helfen, Beruf gebe. Die Synode erſuchte ſpäter den Paſtor Bünger von St. Louis, die Verrichtungen eines Beſuchers zu übernehmen, und empfahl ihm, Cincinnati zu ſeinem Hauptaugenmerk zu machen. Damit aber auch die ſonſt überall zerſtreuten Lutheraner dieſes Landes, namentlich in den weſtlichen Anſiedelungen, aufgeſucht werden möchten, beſtellte die Synode zu dieſem Zwecke den Paſtor Ernſt als zweiten Beſucher und empfahl ihm, namentlich auf die Staaten Illinois, Miſſouri und Jowa ſein Augenmerk zu richten. Conferenzberichte. Die Committee, welcher die Berichte der Monroer und der Fort Wayner Predigerconferenzen zur Prüfung und Berichterſtattung übergeben waren, theilte der Synode das Reſultat ihrer Arbeit mit. In Betreff des Monroer Conferenzberichts klagt die Committee über Unklarheit und Mangelhaftigkeit desſelben. So viel ſich aus dem Protokoll ergibt (fährt die Committee fort), ſo iſt in den dortigen Gemeinden ein großer Abfall eingeriſſen, und die Berathun⸗ gen beziehen ſich darauf, wie Seitens der Gemeinde zu verfahren ſei, wenn