# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1848_S51 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) laſſen, jedenfalls aber unſer Schreiben keiner Antwort zu würdigen. — Wie⸗ der ein Beweis, daß wir auf auswärtige Hülfe — es ſei denn von Mecklen⸗ burg und einigen andern Orten her — nicht viel rechnen dürfen und alſo alles aufbieten müſſen, unſer Miſſionswerk in gutem Gottvertrauen aus eigenen Mitteln zu betreiben, weshalb die Commiſſion es allen Gliedern der Synode dringend an's Herz legt, ſich der heiligen Sache der Miſſion kräftigſt anzunehmen, und die Prediger auffordert, in ihren Gemeinden wo möglich regelmäßige Miſſionsſtunden zu halten, damit unſere Caſſe, die bis jetzt erſt $160 enthält, gehörig erſtarke und uns in Stand ſetze, den großen Bedürf⸗ niſſen des Miſſionswerks zu entſprechen. Auf eine an Herrn Pfarrer Löhe geſtellte Bitte, ein förmliches Docu⸗ ment einzuſenden, das die Uebergabe der Frankenmuther Miſſion an die Synode beſage, iſt bis jetzt noch keine Antwort erfolgt. Der Secretär nimmt hiebei Veranlaſſung, dieſe junge Pflanze der Synode dringend zu empfehlen. Sie iſt zwar noch kein eigentlicher Pflegling derſelben, aber ihrer Liebe und Hilfe um ſo dringender bedürftig, als die nächſte Folge der eben erwähnten gereizten Empfindlichkeit der Nürnberger Freunde die ſein dürfte, derſelbigen ihre Unterſtützung zu entziehen. Dazu ſo hat ſie ſich trotz der widrigſten Verhältniſſe von Innen und Außen nicht allein durch Gottes gnädigen Schutz und Beiſtand inmitten aller Stürme behauptet, ſondern ſelbſt feſter gegründet und weiter ausgebreitet. Ihr Einfluß erſtreckt ſich auf drei Ban⸗ den und dürfte ſich bald auf eine vierte ausdehnen. Von einer derſelben dringend aufgefordert, wird Herr Miſſionär Baierlein bereits zu ihr gezogen ſein, um auch die älteren regelmäßig in Gottes Wort zu unterrichten. Die Schule zählt, beſtändiger als ſonſt, doch immer an 20—24 Schüler, von denen einige den in's Indianiſche überſetzten Katechismus Lutheri durch beſtändiges Vorſagen bereits auswendig können. Die meiſten Kinder beſuchen freiwillig nun auch unſere deutſche Schule. Neunzehn Kinder ſind bisher getauft, zwei der Katechumenen bald hinreichend unterrichtet. Die Indianerfamilie auf unſerm Miſſionslande, eigentlich aus drei Familien mit vielen Kindern beſtehend, hat ſich ein ſchönes Feld abgeklärt und bereits die Baublöcke zu einer ordentlichen Wohnung zugerichtet. Kurz, wir haben Urſache, dem barmherzigen Gott, der über Bitten und Verſtehen an uns gethan hat, Lob und Dank zu ſagen, um ſo mehr aber uns zu fürchten, daß wir nicht durch Verſäumen unſerer Pflichten uns ſeines fernern Beiſtandes verluſtig machen. Die Synode erklärte ſich mit den Anſichten und Vorſchlägen der Com⸗ miſſion in Betreff der Gründung einer Miſſionscolonie in Oregon im We⸗ ſentlichen einverſtanden, ſie erſuchte ferner die Commiſſion, Auszüge aus den Miſſionsnachrichten der lutheriſchen Kirche im „Lutheraner“ mitzutheilen, und forderte die Mitglieder der Synode auf, in ihren Gemeinden Miſſions⸗ ſtunden einzurichten, um den Sinn für die Miſſionsſache zu wecken und dadurch dieſe ſelbſt zu fördern. Beſucher. Die Reiſen unſers vorigjährigen Beſuchers C. Fricke, ſeit November vorigen Jahres Paſtor einer evang.⸗lutheriſchen Gemeinde am White Creek, Bartholomew County, Ind., erſtreckten ſich, laut Berichts der 5ten Com⸗ mittee, über das öſtliche Wisconſin, das nördliche Illinois und einige Ge⸗ genden von Indiana und Ohio. Zwar fand derſelbe, namentlich in Wis⸗ conſin, weit weniger Anſiedelungen von Lutheranern, als man erwartet