# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1856_S265 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. 265 und daß derjenige, welcher jetzt dieselbe Aufgabe noch einmal lösen will, eine Ilias post Homerum zu schreiben unternimmt. Vielleicht dürfte es nicht überflüssig sein, auch über die Confessio Catholica die Urtheile competenter Richter zu hören. Wir lassen daher nun einige derselben folgen. So schreibt Michael Walther (gestorben als Generalsuperintendent zu Celle 1662) an Sal. Glassius: „Der Phosphorus der lutherischen Kirche, der große Gerhard, hat an mich neulich einen überaus lieblichen Brief geschrieben und mir den zweiten Theil des zweiten Buches seiner Confessio Catholica, welcher mit dem Locus vom Worte Gottes beginnt, zugesendet. Unsterblicher Gott! wie hat mich diese unvergleichliche Schrift, nachdem ich nur einen flüchtigen Blick in dieselbe gethan, mit Schamröthe übergossen, da ich daraus ersah, wie weder ich noch ein anderer meines gleichen ein solches Werk nicht einmal auszudenken im Stande sei, ich will schweigen, es mit solcher Leichtigkeit, mit so großer Belesenheit, mit solcher Klarheit in Absicht auf Methode, mit solcher Gründlichkeit in Beweisführung und Widerlegung und, daß ich alles mit einem Worte sage, mit solcher erstaunlichen und unerhörten Geschicklichkeit in Erörterung jedes einzelnen Stückes zu Ende zu bringen. Ich konnte mich allerdings nicht enthalten, auszurufen: HErr JEsu Christe, du Sohn des lebendigen Gottes und für uns Gekreuzigter! erhalte diese einige Säule und Krone deines Hauses und gib ihr in den Sinn, daß sie dasselbe auch einmal aus den Schriften der Calvinischen unternehme, und sättige das so aufrichtige und hier mit so viel Arbeit und Mühe belastete Herz einst mit aller deiner Seligkeit.“ (Vita Gerhardi aut. Fischero p. 405. 406.) Nicolaus Hunnius (der bekannte Superintendent zu Lübeck, gestorben 1643) schreibt u. A. Folgendes an Gerhard selbst, der ihm das Werk zugesendet hatte: „Schon mit diesem einzigen Werke verdienst Du (daß ich hier die übrigen so lobwürdigen übergehe) den ewigen Dank der Kirche der Gläubigen und im ewigen Leben Gottes reiche Vergeltung.“ (Ibid.) Der berühmte gottselige Joh. Saubertus (gestorben als Prediger zu St. Lorenz in Nürnberg 1646) schreibt an Gerhard: „Ich bin nicht im Stande, mit Worten auszudrücken, mit welcher Freude mich das ausgezeichnete Geschenk erfüllt hat, das du mir zugeschickt hast, dergleichen bisher kein Auge in der Welt sah. Ich habe auch nicht auf die Arbeit des Buchbinders warten können, sondern mein Gemüth, so bald ich es empfing, mit Durchlesung jeder Seite wunderbar erquickt. O unermeßliche Last deiner Arbeit! o seltenstes Denkmal unglaublichen Fleißes! o unberechenbarer und auf alle Zukunft dauernder Nutzen! Ich sage dir daher für diese Wohlthat meinen größten Dank.“ (Ib.) Anton Reiser (der gelehrte Pastor zu St. Jacob in Hamburg, gestorben 1686) schreibt in dem Templum honoris: „Johann Gerhard hat die Feinde der Wahrheit meist mit ihrem eigenen Schwerte nach dem Beispiele Davids durchbohrt, wovon nach den Locis seine Confessio, die mit Recht Catholica überschrieben ist, den Beleg liefert, und da gegen dieselbe bisher kein Schriftsteller der römisch⸗papistischen Parthei öffentlich zu mucksen gewagt hat, was ist das anders, als ein Zeugniß