# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1856_S208 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 208 Ist derjenige für einen Ketzer oder gefährlichen Irrlehrer zu halten ꝛc. nonischen aufnimmt.““ Eusebius 3. Buch 2. Capitel: „„Ueber die Offenbarung ist noch immer bei vielen die Meinung verschieden, indem einige dieselbe billigen, andere aber sie verwerfen.““ Buch 3. Capitel 39.: „„Es ist wahrscheinlich, daß ein anderer Johannes, welcher zu den Aeltesten gerechnet wird, die Offenbarung gesehen habe, welche unter dem Namen Johannis geht, wollte man nicht den ersten annehmen, der unter den Aposteln genannt wird.“ Irenäus schreibt sie Johannes dem Apostel zu; so auch im 6. Buch im 25. Capitel Origenes.“ „Diese Zeugnisse der Alten habe ich darum angemerkt, nicht nur damit der ganze Catalog der Schriften des Neuen Testaments bekannt sei, welche keine hinreichend gewissen, festen und übereinstimmenden Zeugnisse ihres Ansehens haben, sondern namentlich damit die Gründe bemerkt werden können, warum in Betreff derselben gezweifelt worden ist: 1. weil sich bei den Alten keine hinreichend gewissen, festen und übereinstimmenden Zeugnisse von der Bezeugung der ersten apostolischen Kirche fanden, daß jene Bücher von den Aposteln bestätigt und der Kirche empfohlen worden seien; 2. weil es nicht gewiß aus dem Zeugniß der ersten und alten Kirche bekannt war, ob jene Bücher von denen, unter deren Namen sie herausgegeben worden sind, geschrieben seien, sondern dafür gehalten worden ist, daß sie von Anderen unter dem Namen der Apostel herausgegeben worden seien; 3. da manche von den Aeltesten einige aus jenen Büchern den Aposteln beilegten, einige aber widersprachen, so ist die Sache, wie sie nicht zweifellos gewiß war, in Zweifel gelassen worden. Denn dieser ganze Streit hängt von den gewissen, festen und übereinstimmenden Zeugnissen der ersten und alten Kirche ab; und wenn diese fehlen, so kann die folgende Kirche, wie sie aus falschen nicht wahre machen kann, so auch aus zweifelhaften ohne offenbare und sichere Documente nicht gewisse machen. Wider diese so offenbaren Zeugnisse des Alterthums decretirt das Tridentinische Concil also: Wenn jemand nicht die ganzen Bücher mit allen ihren Theilen, wie sie sich in der alten lateinischen vulgaten Ausgabe befinden, für heilige und kanonische annimmt, der sei verflucht! Aber woher beweisen und bestätigen sie dieses ihr Decret wider die Zeugnisse des Alterthums? Bringen sie gewisse sichere und offenbare Documente aus den Zeugnissen der ersten apostolischen und alten Kirche bei, daß jene bestrittenen Bücher dieselbe Gewißheit und gleiches Ansehen mit den übrigen haben, über welche niemals gezweifelt worden ist? Nichts weniger, denn sie können dies auch nicht thun. Sondern sie reißen diese Macht an sich, daß der Pabst mit seinen Prälaten auch jenen und vielleicht auch anderen Büchern das kanonische Ansehen verleihen könne, welches sie weder aus sich, noch aus ihren Urhebern verdienen und das sie zur Zeit der Apostel und der Urkirche nicht gehabt haben; wie Pighius behauptet hat. Warum sagen sie daher nicht gerade heraus, wie es ist: Obgleich nicht bewiesen werden kann, daß jene Bücher entweder von Propheten oder von Aposteln entweder geschrieben oder gebilligt