# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1856_S187 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vermischte kirchliche Nachrichten. 187 Glieder der evangelisch⸗lutherischen Kirche in den Vereinigten Staaten ergehen , welche die unveränderte augsburgsche Confession für eine getreue Darlegung der Lehren des göttlichen Wortes anerkennen, mit ihnen in einer freien und brüderlichen Conferenz über die gegenwärtige Lage und Bedürfnisse der Kirche in Amerika, in der Stadt — Mittwochs den 1. October d. J. zusammenzutreffen . F. Wyneken, Pastor zu St. Louis, stimmt für Columbus, O. G. Schaller, „ „ „ „ „ „ „ „ F. Bünger, „ „ „ „ „ „ „ „ C. F. W. Walther, Prof. „ „ „ „ „ „ „ A. Biewend, „ „ „ „ „ „ „ „ Vermischte kirchliche Nachrichten. Die allgemeine Conferenz. Diese Angelegenheit bewegt selbst die Herrn Reformirten. Wie es denselben bei der Aussicht, daß sich die Lutheraner Amerika's auf die ungeänderte augsburgische Confession vereinigen könnten, zu Muthe ist, erhellt aus einer Expectoration, die wir hierüber in der Reformirten Kirchenzeitung von Chambersburg, Pa., vom 1. Mai finden. Darin heißt es: „Es fragt sich nun, ob diese gemäßigten Lutheraner auf die geänderte oder ungeänderte augsburgische Confession sich vereinigen können, und ob es nicht in Aussicht steht, daß endlich die gesammte amerikanisch⸗lutherische Kirche sich auf dieses Bekenntniß einigen wird? Das ist eben die Frage zur jetzigen Zeit. Zu den vielen noch eine neue Partei zu bilden, fällt Niemand ein, sondern eine einige lutherische Kirche in der Einheit des Glaubens, des Bekenntnisses und der Lehre ist es, was man allerseits sehnlich wünscht. In dem voreiligen Eifer für Vereinigung, ehe der Sauerteig der Wahrheit den ganzen Teig durchsäuert hat, liegt aber immer eine gefahrvolle Klippe nahe, woran die ganze Sache scheitern kann: und so auch hier. Soll etwas Rechtes und Dauerhaftes auf dem Wege der Vereinigung erzielt werden, so darf man sich die Augen nicht gegen gewisse Schwierigkeiten verschließen und ja nicht wähnen, daß es keine gerechte Ursache geben könne, warum durch unbedingte Annahme der augsburgischen Confession sie nie das gemeinsame Bekenntniß der lutherischen, geschweige der reformirten Kirche“ (sehr wahr!) „werden könne. Jenes Bekenntniß hat Ecken an sich“ (Gottlob!), „die es z. B. dem evangelischen Kirchentage unmöglich machten, sie unbedingt anzunehmen, und die es auch unmöglich machen, daß ein großer Theil der amerikanisch-lutherischen Kirche sie mit gutem Gewissen unbedingt annehmen kann und wird, vorausgesetzt, daß ihr klar bewußt ist, daß, wer die Augustana unbedingt unterschreibt, sich damit auch auf die Concordienformel, mit allen ihren Irrthümern und Uebertriebenheiten, verpflichtet!“ (Herzlichen Dank, lieber Herr College, für dieses brauchbare Zeugniß, das Sie der Concordienformel ausstellen, daß dieselbe eben nichts sei, als eine Erweiterung der Augustana! Sie haben vollkommen Recht. Werden Sie aber so Ihren Zweck erreichen, aus der Augustana einen Popanz zu machen? Wir hoffen im Gegentheil, daß Sie auf diesem Wege nur der Concordienformel den Geruch nehmen, daß sie eine alte Ruine sei, darin es umgehe. Fahren Sie fort in Ihrem Eifer, fahren Sie fort!) „Die Zeit des bloß traditionellen Festhaltens an der augsburgischen Confession geht vorüber. Wer indessen eine unbedingte Annahme derselben als die unabänderliche Bedingung der Vereinigung stellt, und sich nicht daran verrechnen sollte, daß viele Prediger sich dazu bereit finden, weil ihnen immer noch die Einsicht abgeht“ (O ihr glücklichen