# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1856_S156 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 156 Vermischte kirchliche Nachrichten. die in diesen älteren Ausgaben enthaltenen Noten sind weggelassen, weil nach eingeholtem Erachten Kunstverständiger, jener alte Notensatz nur dem historischen Kenner noch verständlich ist, eine Umsetzung desselben aber in Noten des neueren Systems nicht ohne Veränderungen des alten Notensatzes ausführbar gewesen wäre. Indem Wir somit diesen alten Schatz unserer Kirche wieder zugänglich machen, vermahnen Wir landesväterlich alle Unsere getreuen Unterthanen weß Standes sie sein mögen, mit Uns zu halten an dem Bekenntniß der Hoffnung ohne Wanken; alle Kirchendiener aber und die es sonst angeht, erinnern Wir, daß Wir diese Kirchenordnung, so weit nicht einzelne Bestimmungen derselben durch spätere Gesetzgebung im ordentlichen Wege abgeändert sind, nach wie vor gehalten wissen wollen. Gegeben durch Unseren Ober⸗Kirchenrath, Schwerin am Tage vor Pfingsten 1855. Friedrich Franz. Kaysel. Kliefoth. ZurNedden. Daß alle deutsche Fürsten diesem Vorgange nachgingen! Vermischte kirchliche Nachrichten. Oesterreich. Folgendes findet sich in der „Protestantischen Kirchenzeitung für das evangelische Deutschland“: „Nach den, auf Anlaß der bevorstehenden Bestimmungen für die Nichtkatholischen vom Cultusministerium eingeforderten Notizen stellt sich in Absicht auf die Verhältnisse der Nichtkatholiken in Oesterreich überhaupt Folgendes heraus: Die Zahl der Protestanten überhaupt beläuft sich auf 3,450,000 Seelen, wovon auf Ungarn allein 2,216,558 fallen. Auf je 10,000 Bewohner der Monarchie kommen 920 Protestanten und zwar 577 der Helvetischen, 343 der Augsburgischen Confession. Griechischer Religion sind 3,162,000, Unitarier über 50,000. Im Ganzen machen die Nichtkatholiken etwa ein Sechstheil der Bevölkerung aus.“ „Der Evangelical Lutheran“ von Springfield, O., hat vor kurzem zu erscheinen aufgehört und ist wieder zu seinem Ursprung zurückgekehrt; seine Subscribentenliste ist nehmlich dem „Lutheran Observer“ überwiesen worden, der, seine Interessen besser achtend, in Absicht auf den Platformismus dem Zeitgeist noch besser Rechnung trägt. „Sammlung des Volkes Gottes.“ In Deutschland hat sich voriges Jahr ein Verein „für die Sammlung des Volkes Gottes in Jerusalem“ gebildet. Leider! gibt sich der „Weltbote“ von Allentown, Pa., dazu her, diese Sache in einer Weise dem hiesigen christlichen Publicum vorzulegen, daß es den Schein hat, als sympathisire er mit derselben. Im verflossenen Jahre sandte ein Prediger aus dem Staate Indiana, im Namen einer Anzahl christlicher Freunde daselbst, ein Schreiben an den Vorstand jenes Vereins, in welchem er um weitere Auskunft über das Unternehmen bittet. Die hierauf erfolgte Antwort theilt der „Weltbote“ mit. Darin heißt es u. A. also: „Der Grund, warum wir die Sammlung des Volkes Gottes jetzt für nothwendig halten, ist die tiefe Versunkenheit, das Verderben unserer christlichen Völker, welches zu einer Verkehrung des Sinnes fortgeschritten ist, die durch die bisher angewandten Mittel nicht mehr überwunden werden kann ... Wir suchten nach einem Rettungsmittel gegen dieses Verderben und fanden es in der Weissagung, die