# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1856_S154 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Aus der früheren Geschichte der amerikanisch⸗lutherischen Kirche ꝛc. 154 genannten Tode nach Hamburg, um hier einen Prediger zu suchen. Das Hamburger Stadtministerium aber empfahl zur Uebernahme des wichtigen Postens Herrn Berckenmeyer, der sich zur Zeit als Candidat in Hamburg aushielt und hier sehr hoch gehalten wurde. Hierauf berief denn das Amsterdamer lutherische Consistorium, welches hierzu von der New⸗Yorker Gemeinde bevollmächtigt war, den Genannten. Dieser nahm denn den Ruf an, wurde sodann von dem Consistorium in Amsterdam am 25. Mai 1725 ordinirt, landete hierauf nach glücklicher Fahrt am 22. Sept. desselben Jahrs in Neu⸗ York und trat nun sein Amt sowohl an der Gemeinde in dieser Stadt, als in der zu Albany an, indem er wechselsweise sich an diesen Orten ein halbes Jahr aufhielt. Auch dieser Berckenmeyer hat eine Schrift herausgegeben unter folgendem Titel: Getrouwe Herder- en wachter-stem aan de Hoog- en Neder- Duitsche Lutheriaanen in dese Gewesten, eenstemmig te zyn; vertoont met twee Brieven en andere Redenen Lutherscher Theologanten: aangaande 't Van Dierensche Beroep, en de Henkelsche Bevestiging. Te Niew-York, by J. Peter Zenger. A. C. 1728.“ (In Quarto 23 Bogen stark.) Das ist zu deutsch: „Getreue Hirten⸗ und Wächterstimme an die Hoch- und Niederdeutschen Lutheraner in diesen Gegenden, einstimmig zu sein, gezeigt mit zwei Schreiben und andern Gründen lutherischer Theologen, des von Dieren Beruf und Henkel's Ordination betreffend.“ Veranlassung zur Verabfassung dieser Schrift gab ein gewisser Johann Bernhard von Dieren aus Königsberg, seines Handwerks ein Schneider, der in den lutherischen Gemeinden umher schlich und allenthalben Spaltung und Unruhe bewirkte, und der sich um so feindseliger zeigte, da er die begehrte Ordination weder von den deutschen noch von den schwedischen Lutheranern erhalten konnte. Unter anderen Dingen, durch welche dieser Mensch viele Zerwürfnisse anrichtete, war, daß er behauptete, bei der Feier des heil. Abendmahls müsse das Brod gebrochen werden. Darüber verlor er selbst die meisten Glieder der Gemeinde zu Hackingsak, welche sich erst hatte überreden lassen, ihn als ihren Prediger anzunehmen. Als er das Brodbrechen einführen wollte, wendeten sich viele Gemeindeglieder an Berckenmeyer, der sie auch annahm, indem er sich also erklärt: „Wenn ein sich lutherisch nennender Prediger mit einem Gewissenszwang und wider den Willen der Gemeine es eigenmächtig einzuführen unternähme und diejenigen, welche es sich nicht aufdringen lassen wollten, verdammte, man dieselben nicht könnte zurüchalten , sondern anzunehmen verpflichtet wäre, welche sonst entweder wider ihr Gewissen das Sacrament mit Brechung des Brods zu nehmen oder auch sich des Abendmahls zu enthalten gezwungen würden.“ Das Buch enthält nach dem Auszug, welchen Löscher davon gibt, noch viele andere wichtige Sachen, unter Anderem den Nachweis, daß Cranmer, ehe die Reformirten nach England kamen, durchaus lutherisch geglaubt und dieses nicht nur klar, sondern auch mit großem Eifer in seinem Catechismus ausgesprochen habe. Es wäre