# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1856_S145 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die Wirkung des heiligen Abendmahls betreffende Fragen ꝛc. 145 und Belial mit einander vereinigt wider 2 Cor. 6, 15., Cap. 1, 3. und 4., und Christus würde auch die Gottlosen seiner Gnadengegenwart würdigen, die er doch haßt und verabscheut, Cap. 14, 9. Denn die Vereinigung ist die unmittelbare Folge der Gnadengegenwart, Joh. 14, 23. und 56., Eph. 3, 17., 2 Cor. 6, 15. und 16. — Die Weigelianer entgegnen a. aus Joh. 17, 21.: wie der Vater im Sohn und der Sohn im Vater ist dem Wesen nach und dieselben wesentlich eins sind, so ist Christus in den Gläubigen und die Gläubigen in Christo und sind eins. Antwort. Die Vereinigung Christi und der Gläubigen ist nicht in allen Stücken beschaffen, wie die Vereinigung des Sohnes Gottes mit dem himmlischen Vater, welche letztere μονότροπος (einzig in ihrer Art) ist; sodann ist die Partikel „wie“ häufiger eine Bezeichnung der Aehnlichkeit, als der Gleichheit, und in dieser Stelle bezeichnet sie nicht Gleichheit oder eine identische Einheit in der Natur, sondern nur eine Liebesvereinigung in der Gnade. b. Christus ist der Weinstock, die Menschen aber sind die Reben, Joh. 15, 5. Also: wie der Weinstock und die Reben wesentlich verbunden sind, so auch Christus und die Gläubigen. Antwort. In diesen beiden Fällen findet nicht ein und dasselbe Verhältniß statt, denn im Weinstock und der Rebe wirkt nur die Natur und äußert ihre physische Kraft, aber in Christo und den Gläubigen herrscht die göttliche Gnade und übt ihre mystische Wirksamkeit aus. Daher nennt der Apostel, indem er von Christo und der Gemeine redet, deren Verbindung ein großes Geheimniß, Eph. 5, 32. — c. Von Christo wird gesagt, daß er in uns wohne, Eph. 3, 17.; und daß wir nichts reden können, wenn es Christus nicht in uns wirke, Röm. 15, 18.; daß nicht wir leben, sondern Christus in uns, Gal. 2, 20., daß Christus in uns wirke, sowohl das Wollen als das Vollbringen, Phil. 2, 13., daß wir dergestalt seines Leibes Glieder seien, daß wir von seinem Fleisch und von seinem Gebeine sind, Eph. 5, 30., welches alles Anzeichen sind nicht einer zufälligen (nicht zum Wesen gehörigen) Gegenwärtigkeit, sondern einer wesentlichen Vereinigung mit Christo. Antwort. Dies ist nicht zu verstehen in substanzieller Weise oder im Sinn einer Wesensveränderung unserer in die Substanz seines Leibes verwandelten Substanz, sondern so, daß uns seine Gerechtigkeit zugerechnet, das Werk der Erneuerung angefangen und mehr und mehr von Tag zu Tag vollendet , alle Gedanken, Handlungen, Reden durchs Wort zu unserem Heil gelenkt werden; denn er ist unsere Gerechtigkeit und Heiligkeit 1 Cor. 10, 30. Sodann sind wir seine Glieder, von seinem Fleisch und von seinem Gebeine, nicht physischer Weise, auch nicht, daß wir ein Theil von ihm wären, gleich als wäre einer der Fuß, ein anderer die Hand, ein dritter der Arm, ein vierter der Rücken des natürlichen Leibes Christi; auch nicht vermöge einer Gemeinschaft der Natur, daß wir mit ihm die menschliche Natur gemein haben, denn so würden auch die Ungläubigen Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und 10*