# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1856_S137 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Dr. Seyffarth's Berichtigungen ꝛc. 137 2146 und 715 Jahre), und hiernach bestimmen sie den Anfang eines neuen Weltalters, welcher für sie ein so wichtiger Gegenstand war, daß sie die Constellation bei dem Eintritt derselben beobachteten und aufzeichneten. Das erste Weltalter beginnt darnach mit dem Jahre 5871 v. Chr., das zweite 3725 v. Chr., das dritte 1579 v. Chr., das vierte 598 n. Chr. (eigentlich 568 n. Chr.). Jedes dieser Weltalter umfaßt 2146 Jahre. Die erste Constellation von 5871 wurde von den Alten ausdrücklich auf den Anfang der Welt bezogen. Hesiod, Juvenal, Proclus, die Phöniker, Parsen, Inder, Tibetaner und Mexicaner setzen die Schöpfung in das Jahr 5871 v. Chr. Im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. war in der ganzen christlichen Kirche die Ueberzeugung verbreitet, das 7. Jahrtausend der Schöpfung habe begonnen, worauf der Chiliasmus beruht. Nach Orpheus sollte das heidnische Lied im 6. Jahrtausend aufhören, und Linus sagt: daß mit Anfang des 7. Jahrtausends (129 n. Chr.) eine neue Ordnung der Dinge beginnen werde. Um dieselbe Zeit, aber nicht 1500 Jahre früher, erwarteten die Römer den Heiland der Welt. Dadurch wird bestätigt, daß von Schöpfung der Welt bis Christus 5871 J. verflossen sind, und namentlich, daß von der Schöpfung bis zur Sündfluth 2424 Jahre (nicht 2262) verflossen sein müssen. Alle alten Völker haben 12 große Götter, 7 höchste Gottheiten und einen Schöpfer aller Dinge verehrt, und es ist eine viel erörterte Frage, was die Alten unter ihnen verehrt haben. Durch den Herrn Dr. Seyffarth ist schon in früheren Schriften durch Thatsachen außer allen Zweifel gesetzt, daß die alten Völker unter ihren Göttern die 7 Planeten und die Zwölfgötter, die Vorsteher der 12 Zeichen des Thierkreises verehrt haben, was im letzten Abschnitt des vorliegenden Buches durch eine Menge astronomischer Inschriften und Denkmäler der Aegypter, Griechen und Römer erwiesen wird. Diese Götterlehre der alten Völker geht in die älteste Geschichte der alten Völker hinauf. Den 7 Planeten wird ein Antheil an der Regierung der Welt zugeschrieben . Die Sätze, welche sich hieraus und aus anderen Zeugnissen für die Mythologie und allgemeine Religionsgeschichte ergeben, und welche wichtig sind zum rechten Verständniß der Classiker und der alten Kunstwerke, sind folgende: Das höchste Object aller Culte war der Schöpfer und Urheber aller Dinge, welcher höhere Mittelwesen zwischen ihm und den Menschen schuf, die 7 Planetengötter, Kabiren, welche Antheil an der Schöpfung und Regierung der Welt hatten. Die 7 Planeten wurden angesehen als die Leiber der Kabiren , die 12 Zeichen als die Leiber der 12 Götter, die 36 Dekurien als die Leiber der θεοὶ βουλαῖοι. Die Erde gilt als Leib des achten Kabir, des achten Sohnes Siduos. Auf jeden Planeten wurden die Dinge im Himmel und auf Erden bezogen, welche mit den wahren oder scheinbaren Eigenschaften des Planeten die meiste Aehnlichkeit hatten, daher erhielt jeder Planet seinen Ducatus in Raum und Zeit. Die Erde war der Inbegriff aller irdischen Planetenducatus , daher Gaea mit 7 Brüsten u. s. w. Am Himmel hatte jeder Planet je zwei Zeichen, Sonne und Mond je eins, welche die Häuser der Pla⸗