# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1856_S135 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Dr. Seyffarth's Berichtigungen ꝛc. 135 heil. Abendmahls, so weit dieselben nicht wider Gottes Wort sind; es würde auch für die Sonntagsfeier ein eignes starkes Zeugniß abgelegt haben, wenn dazu in den Bewegungen der Reformationszeit eine Aufforderung gelegen hätte, aber es besteht überall auf der christlichen Freiheit, welche als Gottes Gebot eben nur das befolgt, was wirklich von Gott uns Genossen des Neuen Testaments geboten ist. Wer diese rein evangelische Lehre von Kirchenordnungen und Gebräuchen für papistisch hält und den größtmöglichsten Mangel an allem gottesdienstlichen Schmuck für evangelisch, der macht aus diesem Mangel eben so wohl, wie die Papisten aus ihrer Fülle ein Gebot und dient dem Herrn vergeblich mit der Befolgung desselben, so befriedigt sich übrigens seine gesunde Vernunft, d. h. seine eigne gewohnte Denkweise, dabei fühlen mag. (Fortsetzung folgt.) (Eingesandt von A. Hoppe, Pastor in New-Orleans.) Dr. Seyffarth's Berichtigungen der alten, insonderheit der hebräischen Geschichte und Zeitrechnung , nebst einleitenden Bemerkungen über das Verhältniß der Theologie zur Wissenschaft. (Schluß.) Die LXX setzen die Sündfluth übereinstimmend mit der ägyptischen Geschichte, denn sie rechnen von Arphachsad, der 2 Jahre nach der Sündfluth geboren wurde, bis 1867, dem Jahre des Auszugs, 1578 Jahre, wornach die Sündfluth 3447 v. Chr. stattfand. Andere Thatsachen bestätigen dies, auch die Ueberlieferungen anderer Völker. Bei den Chinesen fällt sie in das Jahr 8461, bei den Indern, Chaldäern, Phöniziern fast in dieselbe Zeit. Alle sind einstimmig mit der heil. Schrift hinsichtlich der Dauer; sie beginnt nämlich am 17. Tage des zweiten Monats nach der Herbstnachtsgleiche, und endet am 7. Julianischen Sept. Noch heute feiern die Inder im Sept. ein großes Fest zur Erinnerung an das Ende der Fluth. Nach arabischen und indischen Ueberlieferungen war der erste Tag nach der Fluth ein Sonntag, was für den 8. Sept. 3447 wirklich eintrifft. Außerdem haben sich bei den alten Völkern noch speciellere Ueberlieferungen erhalten, wornach fast mathematisch gewiß wird, daß die postdiluvianische Aera mit dem 7. Sept. 3447 v. Chr. (astronomisch 3446) begonnen habe. Diese alten Ueberlieferungen berichten nämlich , daß die ersten Menschen von den Göttern die Kenntniß des Himmels und der Gestirne (die Astronomie) empfangen haben, ferner daß das Alphabet so alt sei als das Menschengeschlecht, und alle alten Völker, selbst das N. T. sprechen von antediluvianischen Büchern. Die Astronomie und die Kenntniß des Alphabets sind bei der Sündfluth fortgepflanzt, was Josephus und der Koran ausdrücklich sagen. Die Alphabete aller alten Völker stimmen an