# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_April 1856_S121 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 121 Die sämmtlichen lutherischen Symbole, die Grundlage ꝛc. „berg fragte ihn darauf öffentlich in der Kirche vor der Gemeinde, ob er „dieses durch Gottes Gnade und Beistand thun wolle? worauf er nicht nur „ja antwortete, sondern auch die Hand darauf gab.“ (Siehe: Band XVIII. vom Jahre 1754, Theil 106. Seite 598. Die Nachricht ist einer Schrift des augsburgischen Seniors Samuel Urlsperger: „Amerikanisches Ackerwerk Gottes,“ entnommen, welche Schrift die Diarien und Correspondenzen der betreffenden amerikanisch⸗lutherischen Prediger enthält.) An einer anderen Stelle desselben Werkes heißt es folgendermaßen: „Die von uns schon erwähnte Einweihung der Philadelphischen „Kirche hat Herr Pastor Mühlenberg umständlich beschrieben, und wir „merken davon nur noch so viel an, daß, wie die Grundsteine dieser Kirche in „der Absicht gelegt worden, daß darin die evangelisch⸗lutherische Lehre nach „dem Grund der Propheten und Apostel nach der ungeänderten „augsburgischen Confession und allen übrigen symbo⸗ „lischen Büchern unserer Kirche gelehrt werden sollte — also auch das „Kirchencollegium zu Philadelphia bei der Einweihung öffentlich und „mündlich versprechen müssen, daß sie dieselbe unter Gottes Beistand nach „dem vorbenannten Zweck auf Kind und Kindeskinder „zu erhalten bemühet sein wollten.“ (Band XVI. vom J. 1758, Seite 936. 937.) Wichtig zum Erweis unserer Behauptung ist auch dieses, daß die lutherischen Salzburger, welche im Jahre 1734 nach Georgien auswanderten, die Unterstützung hierzu von dem Könige von England und von der englischen Societät de promovenda cognitione Christi (zur Beförderung der Erkenntniß Christi) nur unter der ihnen zugestandenen Bedingung annahmen: „Daß sie in der freien Uebung ihrer Religion nach Inhalt der augsburgischen Confession und der übrigen symbolischen Bücher der evangelischen Kirche, zu welcher sie sich bekenneten, beschützt werden sollten.“ (S. Sam. Urlspergers ausführliche Nachricht von den Salzburgischen Emigranten. S. 4. vgl. Heinsius' unpartheiische Kirchenhistorie. Theil 3. S. 129.) Weil die einflußreichsten ersten lutherischen Prediger aus der Schule A. H. Franke'ns hervorgegangen sind, so schließen manche a priori, daß dieselben, nach ihrer präsumtiv rein practischen Richtung, in Betreff der Lehre schwerlich so streng gewesen sein dürften, von einem jeden Lutheraner das Bekenntniß zu allen Symbolen zu fordern, daß daher die ursprüngliche Lehrbasis für die amerikanisch⸗lutherische Kirche gewiß eine breitere sei, als die der Kirche Deutschlands. Wie wir jedoch oben gehört haben, ist diese Präsumtion durchaus falsch. Als Mühlenberg nach Amerika ging, hatten allerdings auch in Deutschland die Orthodoxen große Besorgnisse, ob dieser von einem Franke empfohlene Mann der rechte sei, um bei dem beispiellosen Zwiespalt in der Lehre, der auch schon damals gerade Amerika characterisirte, ein festes Fundament zum Aufbau der reinen lutherischen Kirche zu gewinnen. In der zweiten Fortsetzung der Kirchengeschichte von Heinsins heißt es daher u.