# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_April 1856_S118 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 118 „In, mit und unter.“ lichen Schriften gerechtfertigt hat und wovon Calvin weiß, daß er es uns fälschlich beimesse. Meine erste Apologie wirft die untergeschobenen Redensarten von uns auf ihre Erdichter zurück und protestirt, daß wir keine Zusammenheftung (connexionem - consubstantiationem), keine Uebergießung der Substanz, keine räumliche Einschließung, oder etwas dergleichen, was so wenig mit dem rechten Glauben übereinkommt, angenommen wissen wollen. Calvin antwortet, daß er gern mit Beiseitsetzung des Streites annehme, daß Christi Fleisch weder mit uns vermengt (in nos transfundi), noch im Brode räumlich eingeschlossen, noch dem Brode angeheftet werde. Meinetwegen , spricht er, mögen dergleichen Redeweisen begraben bleiben: und doch mengt er in jenem selben Buche und in seiner letzten Streitschrift wiederholentlich die Einschließung, die Anheftung, die Ausdehnung, die Herabziehung aus dem Himmel und andere derartige Wortpopanze ein, von denen er leugnet , daß sie von den Seinen erdichtet worden sind. Woher kommt es also, daß die Bücher Carlstadt's, Zwingli's, Calvin's und vieler ihrer Genossen von jenen Eleganzien überfließen? Wenigstens sind solche Redeweisen weder in der heil. Schrift, noch in den Schriften der alten Bischöfe, noch in unsern Büchlein irgendwo zu finden, noch nehmen die Sacramentirer sie daher und tragen sie in ihre Werke über. Wider die Wahrheit klagen sie uns der räumlichen Einschließung an, sie, die selbst Christum räumlich in dem Himmel einschließen. Zwingli bindet ihn so an einen Ort des Himmels, daß er sich von da bis zum Tage des Gerichts nicht wegbegiebt. Calvin behauptet, er werde von dem Himmel eingenommen (comprehendi), andere, er werde so vom Himmel innegehalten (contineri), daß es unmöglich sei, daß Christi Leib und Blut im Abendmahl sei; sie würden gerne sagen, daß er im Himmel eingeschlossen sei, wenn nicht die Scham ihnen verböte, so grob zu reden; was fabeln sie jedoch anderes, da sie ihn als einen vom Himmel Umgrenzten weit weg vom Abendmahle verbannen? Sie führen die Schrift an, welche bezeugt, daß er im Himmel sei und vom Himmel aufgenommen werden mußte, bis auf die Zeit, da alles herwiedergebracht werde (Apg. 3, 21.); aber wohl ists bekannt, daß Christus, in den Himmel aufgenommen, zur Rechten Gottes sitze, daß er aber vom Himmel eingeschlossen sei, lesen wir nirgends. Sie entgegnen, Christus habe gesagt, daß viele Wohnungen in seines Vaters Hause seien, daß er hingehe, seinen Jüngern eine Stätte zu bereiten; bilden sie sich denn ein, daß es im Himmel ein durch Räume und Wohnungen eingetheiltes Haus gebe? Warum dringen sie da so streng auf den Sinn, welchen die Erwähnung eines Hauses, die Erwähnung von Wohnungen und eines Ortes darbietet? Warum wollen sie nicht wissen, daß der HErr, indem er, von den Dingen der andern Welt redend, einer in den Dingen dieser Welt bekannten und gebräuchlichen Redeweise sich bedient, sich zu dem Fassungsvermögen der Jünger heruntergelassen habe? Warum setzen sie aus ihrem eigenen Kopfe die räumliche Einschließung hinzu, da Christus über alle Himmel