# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_April 1856_S115 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) „In, mit und unter.“ 115 und von diesen in die christliche Kirche hineingepflanzt. Erst nach dem Untergange des Volkes 71 nach Chr. war bei dem hebräischen Texte eine Fälschung möglich, welche viele Kirchenväter und unbetheiligte Araber behaupten z. B. Augustinus, Syncell, Julian v. Toledo, Abulfeda, Abulpharag. Die Fälschung ist von den Juden vorgenommen, weil nach alten Ueberlieferungen bei allen alten Autoren, selbst in den Propheten, der Erlöser der Welt im sechsten Jahrtausend nach der Schöpfung erscheinen sollte, und Christus im Jahre der Welt 5903, am Schöpfungstage das Erlösungswerk vollbracht hatte. Die Juden hofften so beweisen zu können, Jesus Christus sei der falsche Messias gewesen, denn die Weltgeschichte wurde um 1500 Jahre verkürzt und Christus wäre 1500 Jahre zu früh, vor der verheißenen Zeit gekommen. Erst im Jahre 1810 war der letzte Termin des Messias abgelaufen, daher die Juden im Orient damals ganz allgemein denselben erwarteten. *) (Schluß folgt.) „In, mit und unter.“ Die „Reformirte Kirchen⸗Zeitung“ von Chambersburg, Penn., redigirt von Herrn Samuel Miller, nimmt in der Nummer vom 15. März in einer freundlichen Weise auf den Artikel „Consubstantiation und Impanation“ im Februar⸗Heft von „Lehre und Wehre“ Rücksicht. In einem Artikel erstgenannter Zeitschrist von dem „Consensus und Dissensus der refor. und luth. Kirche“ schreibt der Editor u. A.: „Die eigentliche Unterscheidungslehre, wie sie damals“ (zur Zeit der Verabfassung des Heidelberger Catechismus, 1562) „von lutherischen Theologen den Reformirten gegenüber behauptet und *) Auch Luther hält die Juden der Verfälschung des hebräischen Textes verdächtig und hält sich zuweilen an die griechische Uebersetzung der Septuaginta wider die Vokalisation, Akcentuation und Interpunktion, wie sie sich in unserm Codex findet. Er schreibt u. A. in seiner Auslegung des Propheten Jesaias: „Es scheint, als ob die Punkte falsch darunter gesetzt worden, indem man für Vajjikare im Passivo geschrieben Vajjikra“ (Jes. 9, 6.: „er heißt oder „er wird genannt werden“ für: „er wird nennen“). „Denn die Buchstaben mögen mit oder ohne Punkte gelesen werden, so sind sie einerlei. und die Grammatik kommt gar wohl damit überein. Aber die Juden, die höchst schädlichen Leute, verfälschen gar oft die Sprüche der Propheten mit ihren Punkten und Distinktionen, und ihre Punkte, die doch eine neue Ersindung sein, sollen mehr gelten, als die einfältige, ächte und mit der Grammatik recht übereinstimmende Meinung. Da nun die 70 Dolmetscher und der Chaldäische Uebersetzer mit uns übereinstimmen, daß dieser Text vom Messias zu verstehen sei und daß diese Namen Namen des Messias sind, so haben wir nicht Ursach, daß wir um die Punkte in diesem einzigen Worte so ängstlich bekümmert sind. Wir können uns daran begnügen lassen, daß selbst der Chaldäische Uebersetzer und die 70 Dolmetscher es mit uns halten.“ D. R. d. L. u. W.