# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1856_S90 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 90 Antworten zu den im Januarhefte ꝛc. worte der „„Lehre und Wehre.““ Ich hoffe zu Gott, daß er allgemeinen Beifall finden werde, besonders bei Solchen, die den Schaden Josephs erkennen und beweinen, und die von Herzen wünschen, daß Zion gebauet werde. Und die Zahl Solcher wird doch nicht so klein sein. Könnte nun im Laufe dieses Jahres eine allgemeine freie Conferenz aller hin und her zerstreuten bekenntnißtreuen Lutheraner in Amerika durch Gottes Gnade und Hilfe zusammen berufen werden, so würde dadurch, ob Gott will, unserer theuren ev. luth. Kirche in diesem Abendlande großer Nutzen und Segen werden, sie würde gedeihen und herrlich hervorbrechen zum Preise Gottes. Der Ort sollte so viel wie möglich im Mittelpunkte der Kirche gewählt werden; Ohio wäre wohl das Centrum, und Columbus oder Cincinnati würden gewiß eine solche Versammlung aufnehmen. Der HErr seiner Kirche wird schon einen Weg und Ort weisen, und mögen nur alle treuen Diener der Kirche den Wink, der durch Sie gegeben ist, verstehen und beherzigen und sich leiten und biegen lassen durch den heil. Geist, auf daß das Band des Friedens immer fester und die Einigkeit im Geiste unter allen treuen Bekennern und Zeugen der Wahrheit immer stärker werde. Das walte Gott durch JEsum Christum, unsern Herrn. Amen.“ 6. Im „Ev. Lutheran“ von Springfield, O., vom 15. Febr. finden wir Folgendes: „Vorschlag einer freien Conferenz. In der Januar⸗Nummer von „„Lehre und Wehre,““ dem theologischen Organ der Altlutheraner von Missouri , macht der Editor auf die Angemessenheit einer allgemeinen freien Conferenz aller lutherischer Prediger“ (sollte heißen: und Laien) „in Amerika aufmerksam , welche sich an die ungeänderte augsburgsche Confession zu halten bekennen, zum Zweck eines freundlichen und brüderlichen Austausches ihrer Ansichten rücksichtlich die Interessen der Kirche betreffender Gegenstände. — Das Beispiel der Kirchen in Deutschland wird angezogen, wo es Brauch gewesen ist, Kirchentage und freie Conferenzen zu halten, zur Beförderung der Einigkeit und Harmonie in Meinungen und im Wirken. Diese Zusammenkünfte in der alten Welt sind mit Nutzen und erfreulichen Erfolgen abgehalten worden, und der Editor von „„Lehre und Wehre““ spricht die Ueberzeugung aus, daß eine solche allgemeine Convention von lutherischen Predigern in diesem Lande zur Beförderung des Einklangs in Lehre und Praxis und zur Heilung der Spaltungen und Differenzen das Ihrige beitragen würde. Dieser Vorschlag, einer solchen Quelle entstammend, ist gewiß eine bezeichnende Thatsache und zeigt ein Nachlassen der unbrüderlichen und schroffen Exclusivität an, welche früher unsere „„hartschaligen““ Brüder von Missouri so stark characterisirte. Wir zweifeln nicht, daß die vorgeschlagene Conferenz zu seiner Zeit stattfinden werde.“ — Bessere Friedenspräliminarien waren freilich von einem Organ der Generalsynode nicht zu erwarten. —