# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1856_S87 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 87 Antworten auf den im Januarhefte zu einer allgemeinen lutherischen Conferenz gemachten Vorschlag. 1. Oeffentlich ist auf diesen Vorschlag bis heute (den 18. Febr.) nur im „Lutheran Standard“ geantwortet worden. Dieses Blatt hat in der Nummer vom 8. Febr. den Vorschlag in englischer Uebersetzung seinen Lesern in extenso gegeben und mit folgenden Worten angeführt: „Wir übersetzen das Folgende aus dem Januarheft von „„Lehre und Wehre““ und empfehlen die am Schlusse des Extracts vorgelegten Gedanken der gebetsvollen Erwägung unserer Brüder in allen Theilen der Kirche. Nach Darlegung der Grundsätze , gemäß denen die „„Lehre und Wehre““ redigirt wird, und nachdem der Editor einige ganz angemessene Bemerkungen über die Tendenzen unserer Zeit gemacht hat, fährt er fort, wie folgt.“ — 2. Ein englisch⸗lutherischer, im Süd⸗Osten arbeitender, Prediger außerhalb unserer Synode, dem wir den Gedanken in Betreff einer allgemeinen lutherischen Conferenz schon im December v. J. privatim eröffnet hatten, schrieb uns bereits am 3. Jan. d. J. u. A. Folgendes: „Was einen Kirchentag betrifft, so kann ich demselben nur meine herzliche Beistimmung geben. Ich denke, ein solcher würde zu den wohlthätigsten Resultaten für confessionelles evangelisches Lutherthum führen. Er würde eine vertrautere gegenseitige Bekanntschaft unter uns bewirken, die wir desselben Glaubens sind und so auch eine größere Concentration unserer Kräfte bewerkstelligen, um den frevelhaften rationalistischen und halbungläubigen Neuerungen zu widerstehen , gegen die wir uns zu wehren haben, und uns zum Festhalten dessen, was wir haben, ermuthigen. Ich für meine Person, bedaure es, daß wir so lange vergleichungsweise einander fremd geblieben und noch nicht einander bekannter geworden sind, als wir sind. Doch indem ich meine Billigung des Projects ausdrücke, wird es für mich auch nothwendig, mich darüber zu erklären , was bei einem solchen Kirchentag zunächst zu erstreben wäre. Ich denke, das Erste sollte sein eine gegenseitige Mittheilung des Grundes, den wir resp. einnehmen und in welchem Sinne wir das Bekenntniß der Kirche annehmen und zu unserem eigenen machen, mit einer gegenseitigen Prüfung. Dies zum Zweck genauerer Bekanntschaft. Zweitens, Erstrebung rechter Harmonie auf der Basis des Bekenntnisses der Kirche. Drittens, Erklärung aufrichtiger Anhänglichkeit an das ganze Bekenntniß oder die symbolischen Bücher der Kirche. Viertens, Nachweis der Unrichtigkeit der un⸗ und anticonfessionellen Lehren und Praxen, welche in die Kirche gebracht worden sind. Fünftens, Beantwortung der Einwürfe, welche gegen unsere Kirche, ihre Lehren und ihren Cultus erhoben werden. Sechstens, Nachweis des Zusammenhangs , der zwischen gesunder Orthodoxie und gesundem christlichen Leben statt findet, mit Einschluß der Kirchenzucht.“ 3. Ein deutsch⸗lutherischer Prediger aus nördlicher Gegend schreibt uns