# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1856_S83 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) A plea for the Augsburg Confession ꝛc. 83 auch zu der Beichte beruht, in der Lehre alsdann von der Absolution und von den Sacramenten, namentlich vom heil. Abendmahle unsere augsburgsche Confession sich mit festem, völligem Gehorsam auf das Wort Gottes gründet. Dr. Kurtz freilich meint, Pfarrer Mann habe sich auf menschliches Ansehn berufen , wo nur die heil. Schrift gelten dürfe, aber er sagt nicht, wo; er nennt die Schriftauslegung, mit welcher Pfarrer Mann für die lutherische Lehre vom heil. Abendmahle streitet, eine solche, die der gesunden Vernunft der meisten Menschen ekelhaft sei und den Gesetzen anerkannter Exegese widerspreche , aber er zeigt nur damit, daß ihm gleich den gemeinen Rationalisten die gesunde Vernunft zur Schriftauslegerin dient und daß er über die Grundsätze rationalistischer Exegese noch nicht hinausgekommen ist. Doch kümmern wir uns nicht weiter um dies unverständige Gerede, das kaum ein Stephani geführt hätte, der zum Titelkupfer vor seinem Buche über das heil. Abendmahl Catilina wählte, wie derselbe den mit ihm Verschworenen sein Blut zu trinken giebt: die Verfasser und Vertreter des „Grundrisses“ haben bis jetzt ihren Gönnern und Freunden fort und fort versichert, ihre Lehre sei die der heil. Schrift, ohne jemals einen Beweis aus der Schrift zu liefern, und so lange sie dabei beharren und die gesunde Vernunft zum Beweis ihrer Lehren aufrufen , ists nicht nutz, mit ihnen zu rechten. Freuen wir uns der Stimme, welche sich für unser gutes Bekenntniß mitten aus der Generalsynode erhebt und nicht bloß eines Mannes, sondern Vieler Ueberzeugung ausspricht. Sie wird einen Wiederhall finden in den Herzen Mancher, die durch den vom „Grundriß“ erweckten Kampf zur Prüfung unserer Bekenntnisse geleitet, auch zum Verständniß derselben angeleitet werden müssen. Prüfen aber erst einmal die vielen treuen Herzen, die in der Generalsynode Gott um Erleuchtung Seines Geistes anflehen, so werden sie auch erkennen, daß unser Bekenntniß ein getreuer Ausdruck des Wortes Gottes, der heil. Schrift ist, werth, von uns hochgehalten zu werden, als das Fähnlein unseres Kampfes und unseres Sieges über die Welt. Durch das Geschwätz, als sei es nicht amerikanisch, vielmehr ausländisch, dem lutherischen Bekenntniß zuzustimmen, als dürfe man die Grundsätze derer, welche mit unserer Kirche bekennen und demgemäß den Bau der Kirche betreiben, nicht annehmen, weil sie von Ausländern verbreitet würden, durch diesen verwunderlichen Widerspruch wird sich doch Niemand, der irgend Glauben und Kirche kennt, von der Zustimmung zu unserem Bekenntniß zurückhalten lassen. Auf die deutsche Form der Symbole, so schön sie ist, pressen ja die Bekenner nicht, überall nicht auf die Form derselben, welche der theologischen Schule der Reformationszeit entstammt, auf den Lehrinhalt halten sie, weil er schriftgemäß ist, und dieser ist weder deutsch noch amerikanisch, sondern christlich, und wenn die Bekenner in Uebereinstimmung mit diesem Lehrinhalt die Kirche bauen, so ist das ein rechter kirchlicher Bau, ob er in Deutschland oder in Amerika aufgeführt wird. —.—