# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1856_S74 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 74 Dr. Seyffarth's Berichtigungen ꝛc. nisse der Wissenschaft, indem sie uns erst die Bibel zu dem machen sollten, was sie ohnedem ist. Sie ist uns aber das Buch des Lebens und der Seligkeit, mag nun die Wissenschaft dazu sagen, was sie will, und möchten wir vor aller Welt gleich darüber zu Thoren werden, denn nur in ihr ist das lebendige Wort Gottes und die lautere Wahrheit und alle Bücher aller Wissenschaften sind, wie schon gesagt, nicht im Stande, auch nur Eine unsterbliche Seele dem ewigen Verderben zu entreißen. Dennoch ist es, wenn eine Wissenschaft mit der heil. Schrift in ihren Resultaten übereinkommt, höchst erfreulich und dankenswerth . Erfreulich für die Gläubigen, daß das Wort Gottes, das Wort der Wahrheit auch vor den Augen der Welt sich immer mehr als die Eine, unwandelbare Wahrheit herausstellt und einerseits erreicht wird, daß die, welche, noch schwach im Glauben, sich durch die aus der Wissenschaft gegen die heilige Schrift vorgebrachten Argumente beängstigen und beunruhigen lassen , befreit werden von diesen ihren Anfechtungen, andrerseits aber auch zu hoffen steht, daß die Wahrheit, soweit sie von der Wissenschaft erreicht worden ist, nun auch in der Welt zu einer gewissen Anerkennung kommen werde und so vielleicht Mancher veranlaßt wird, das alte, schon längst vergessene Buch hervorzusuchen, um zu erforschen, ob nicht das sonst darin Berichtete auch Wahrheit sei, oder bewogen wird dahin zu gehen, wo ihm aus diesem Buche der Wahrheit das lautere Wort Gottes verkündigt wird. Daher möge Niemand die rechte, gottesfürchtige Wissenschaft verachten, da sie den Schwachen bewahren kann vor mancher Anfechtung, den Ungläubigen aber anregen kann zum Forschen und Hören des Wortes Gottes, und so, unter Beistand Gottes des heiligen Geistes, zu der Quelle des Glaubens führen. Dankenswerth aber ist es, weil die Wissenschaft, wenn sie in ihren Resultaten mit dem Berichte der heil. Schrift übereinkommt, die saure Arbeit der Apologetik des Wortes Gottes gegen den Unglauben mit übernimmt und uns Waffen in die Hände giebt, welche, weil geachtet und gefürchtet von den Gegnern des Wortes Gottes, uns in den Stand setzen diese zum Schweigen zu bringen, sei es auch nur in einer Reihe von Argumenten, welche sie als unumstößlich gegen das Wort Gottes vorzubringen pflegen. Ein Buch nun, über welches wir in der eben angegebenen Weise mit herzlicher Freude erfüllt werden, ist das uns jetzt vorliegende: „Berichtigungen der römischen, griechischen, persischen, ägyptischen, hebräischen Geschichte und Zeitrechnung, Mythologie und alten Religionsgeschichte, auf Grund neuer historischer und astronomischer Hülfsmittel, von Dr. G. Seyffarth, Prof. der Archäologie zu Leipzig. 1855.,“ welches der geehrte Herr Verfasser unserem hiesigen Concordia Collegium zum Geschenk gemacht hat. In diesem Buche wird der Nachweis geführt, daß die bisherige Chronologie der Zeitgeschichte wimmele von Fehlern und voll sei von Widersprüchen und Unmöglichkeiten. Natürlich, wenn die Sache so steht, konnte die Zeitrechnung der heiligen Geschichte, bemessen nach der fehlerhaften Zeitgeschichte, nicht richtig und zuverlässig befun⸗