# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1856_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Das kirchliche Informatorium. nicht bloß eine Genossenschaft [societas], deren Band äußerliche Dinge und Bräuche wären, wie andere weltliche Reiche, sondern hauptsächlich [principaliter ] ist sie eine Genossenschaft, deren Band der Glaube und der heil. Geist in den Herzen ist, welcher aber gleichwohl äußerliche Zeichen hat, daß sie erkannt werden kann, nämlich reine Lehre des Evangelii und Verwaltung der Sakramente dem Evangelio Christi gemäß. Und diese Kirche allein wird der Leib Christi genannt, welchen Christus erneuert u. s. w.“), „von denen be⸗ „handelt wird, welche erstlich von dem vorangehenden nicht bloß (non „tantum) und dem nachfolgenden aber doch (quae tamen) ganz absehen „und dann übersetzen: Die Kirche ist principaliter „Gemeinschaft“ des Glau⸗ „bens und heil. Geistes im Herzen, womit sie dann die Kirche wesentlich zu „einem inwendigen geistlichen Leben machen, dem die äußere sichtbare Gestalt „nur folgeweise eigen. Aber societas ist nicht Gemeinschaft in diesem „Sinne, sondern es ist Gesellschaft, Genossenschaft, Societät, nämlich es ist die „Gesammtheit der Personen, welche durch den Glauben und heil. Geist in den „Herzen socii, Genossen sind. Glauben und heil. Geist ist nicht wesentlich die „Kirche, sondern das wesentliche Band der Kirche. Und wenn Predigt „und Sakramentshandlung hier lediglich als Kennzeichen der Kirche aufge⸗ „führt werden, so wird damit nicht gesagt, daß dies ihre ganze Bedeutung sei, „sondern sie kommen hier nur nach dieser abgeleiteten konsekutiven Bedeutung „in Betracht, behalten aber dabei auch die, welche sie nach Art. 5. principaliter „haben.“ Hier merke doch Jeder, wie schön es das Informatorium versteht, sich die Miene zu geben, als wenn es Recht hätte, da es doch nicht einmal mehr seinen Irrthum, sondern die Wahrheit, an die es keinen Anspruch hat, behauptet. Recht will es behalten, wenn es im Anfange denen, welche das Wesen der Kirche in die Gemeinschaft des Glaubens und heil. Geistes setzen, den Vorwurf macht, jene Stelle der Apologie falsch und verwirrend zu behandeln. Nachdem es dann gleich darauf bewiesen hat, daß es mit diesen Worten nur seinen eigenen Irrthum seinen Gegner aufbürde, kommt doch zuletzt nichts Anderes heraus, als was oben verworfen worden war. Verworfen wird erstlich, daß die Kirche wesentlich die „Gemeinschaft“ des Glaubens und heil. Geistes im Herzen sei, der die äußere sichtbare Gestalt nur folgeweise zukomme. Dagegen wird nun behauptet, die Kirche sei als eine Genossenschaft die Gesammtheit der Personen, welche durch den Glauben und heil. Geist in den Herzen socii, Genossen sind. Hier gibt also das Informatorium zu, daß die Personen , die in ihrer Verbindung unter einander die Kirche ausmachen, zuvor Glauben und heil. Geist haben müssen. Daraus folgt doch, daß eben dies das unterscheidende Merkmal dieser Gemeinschaft oder das ist, worin diese Gemeinschaft wesentlich besteht. Denn Genossenschaft an und für sich kommt ja den Räuberbanden so gut zu, wie der Gemeine Gottes. Sollte nun etwas, das die Kirche mit den unsaubersten Verbindungen gemein hat, ihr Wesen ausmachen? Es war hiemit im Grunde schon widerrufen worden, was kurz