# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1856_S38 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 38 Consubstantiation und Impanation. schrieben worden war): „(Wir) halten nicht, daß der Leib und Blut Christi localiter, das ist, räumlich ins Brod eingeschlossen, oder sonst beharrlich damit vereiniget werde außer der Nießung des Sacraments." (Art. 7. Wiederh. fol. 294. a.) Selbst das Prädicat „geistlich" in Absicht auf die Gegenwart und den Genuß des Leibes und Blutes Christi im heil. Abendmahl weisen unsere Väter in der Concordienformel nicht zurück, so dasselbe nur recht verstanden werde. So schreiben sie nehmlich: „Wann Dr. Luther oder wir dies Wort „„geistlich"" in diesem Handel gebrauchen, verstehen wir darunter die geistliche, übernatürliche, himmlische Weise, nach welcher Christus bei dem heil. Abendmahl gegenwärtig, nicht allein in den Gläubigen Trost und Leben, sondern auch in den Ungläubigen das Gericht wirket, dadurch wir die capernaitischen Gedanken von der groben fleischlichen Gegenwärtigkeit verwerfen, welche unseren Kirchen durch die Sacramentirer *) über alles unser öffentlich vielfältig Bezeugen zugemessen und aufgedrungen wird; in welchem Verstande wir auch reden, daß der Leib und Blut Christi im heil. Abendmahl geistlich empfangen, gessen und getrunken werde, obwohl solche Nießung mit dem Munde geschieht, die Weise aber geistlich ist." (A. a. O. fol. 802. b.) „Wie wir denn," heißt es daher in dem „summarischen Begriff," „hiermit das capernaitische Essen des Leibes Christi, als wenn man sein Fleisch mit Zähnen zerreiße und wie andere Speise verdaue, welches die Sacramentirer wider das Zeugniß ihres Gewissens, über all' unser vielfältig Bezeugen, uns muthwillig aufdringen und dergestalt unsere Lehre bei ihren Zuhörern verhaßt machen, gänzlich verdammen, und dagegen halten und gläuben, vermöge der einfältigen Worte des Testaments Christi, ein wahrhaftig, doch übernatürlich Essen des Leibes Christi, wie auch Trinken seines Blutes, welches menschliche Sinn und Vernunft nicht begreifen, sondern unsern Verstand in den Gehorsam Christi, wie in allen andern Artikeln des Glaubens, gefangen genommen und solch Geheimniß anders nicht, denn allein mit Glauben gefaßt und im Wort geoffenbaret wird." (A. a. O. fol. 243. 244.) Endlich heißt es ferner in der „Wiederholung": „Christus einiger Leib hat dreierlei Weise oder alle drei Weise, etwa da zu sein. Erstlich, die begreif- *) Es ist ebenso wunderlich, als wichtig, daß Herr Dr. Kurtz mit seinen Meinungsgenossen es selbst offen gesteht, daß man unter ihnen etwa solche Leute sich zu denken habe, wie früher die sogenannten „Sacramentirer" gewesen seien. So schreibt nehmlich der Genannte in seinem Schriftchen: „Why are you a Lutheran?" vom Jahre 1843, nachdem er erklärt hatte, daß hier in Amerika nur noch Wenige die Consubstantiation glaubten, nehmlich von Europa Gekommene: „The generally received opinion is, that the bread and wine remain unchanged in the Lord's Supper; that they are merely symbolic representations of the Saviour's body, but there is nevertheless a special spiritual blessing bestowed on all worthy communicants by which their faith and christian graces are strengthened. This is the view which Melanchthon (?) and those Lutheran divines seem to have maintained who were termed Sacramentarians. With the few isolated exceptions mentioned above, this is the common view of the great mass of Lutherans in the United States." p. 223.